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Druckindustrie spürt den Aufschwung noch nicht

BVDM erwartet für 2010 leichten Umsatzrückgang

Der Bundesverband Druck und Medien (BVDM) hat auf seiner Jahrespressekonferenz am 8. Juli aktuelle Zahlen der Druckindustrie bekannt gegeben. Demnach habe die deutsche Druckindustrie 2009 weniger starke Einbrüche zu verzeichnen als die meisten anderen bedeutenden Industriebranchen. Die Krise sei beendet, ein Aufschwung ist für das Jahr 2010 dennoch noch nicht in Sicht. Für 2010 erwartet der BVDM einen weiteren Umsatzrückgang von –2,5 Prozent.
Im Jahr 2009 erwirtschafteten die rund 15 000 Unternehmen der Branche einen Umsatz von circa. 21,7 Mrd. Euro. Dies sind rund sechs Prozent weniger als noch im Jahr zuvor (23,1 Mrd. Euro). Die Kapazitätsauslastung der Betriebe sank im Jahresdurchschnitt 2009 auf 78,6 %, das sind 3,4 Prozentpunkte weniger als 2008.
Das Exportvolumen der Druck- und Verlagserzeugnisse sank bedingt durch die globale Krise 2009 jeweils um 13 %. Auch das Importvolumen ist geschrumpft und zwar um 9 Prozent für Druckerzeugnisse und um 7 % für Verlagserzeugnisse. Insgesamt bleibt die deutsche Druckindustrie aber weiter Nettoexporteur. Exporten in Höhe von 4,2 Milliarden Euro stehen Importe in Höhe von 1,9 Mrd. Euro gegenüber.
In der deutschen Druckindustrie arbeiteten im Jahr 2009 rund 165 800 Mitarbeiter, das sind 4,1 % weniger als 2008 (172 000). Angesichts des noch fehlenden Aufschwungs befürchtet der BVDM, dass die Zahl der Beschäftigten in der Druckindustrie im Jahr 2010 weiter abnimmt.
Angesichts des Strukturwandels in der Branche und dem starken Wachstum der Online-Medien wies BVDM-Präsident Rolf Schwarz aber auch auf notwendige Weichenstellungen hin. Die Branche stehe im harten Wettbewerb und dränge in neue Geschäftsfelder. „Dazu brauchen wir die erforderlichen Strukturen, um die Betriebe wettbewerbsfähig zu halten“, so Schwarz. Ein Baustein dazu sei die Ausbildung. Neue attraktive Berufsbilder entstehen und sollen im nächsten Jahr in Kraft treten. Insgesamt gehört die Druckindustrie mit einer Ausbildungsquote von mehr als 10 % und 17 366 Auszubildenden in 2009 zu den Branchen mit der höchsten Ausbildungsdichte.

Bundesverband Druck und Medien e.V. http://www.bvdm-online.de

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