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Drupa-Ticker: Manroland Web Systems will im Service-Bereich wachsen

Marktanteil sei deutlich gesteigert worden
 
Fold Line

Das Fold-Line-Aggregat beim Schweizer Unternehmen Mengis, das neben der Tageszeitung auch Akzidenzprodukte damit verarbeitet.

Der Augsburger Druckmaschinenhersteller Manroland Web Systems stellte zum Drupa-Start 2016 auf einer Pressekonferenz seine strategische Ausrichtung und technologische Highlights vor. Nach Aussagen von Geschäftsführer Alexander Wassermann will Manroland Web vor allem im Service-Bereich wachsen. Dort werden aktuell fast 40 Prozent des Umsatzes erzielt. Für die kommenden Monate kündigte er Kooperationen in diesem Bereich an.

Außerdem versetze, wie er sagte, die gute finanzielle Situation der Muttergesellschaft Possehl die Augsburger in die Lage, Unternehmen zuzukaufen. Konkreter wurde Wassermann aber auch auf Nachfrage nicht.

Jörn Gossé, derzeit noch zusammen mit Wassermann Geschäftsführer bei Manroland Web Systems, gab den Anteil des Unternehmens am schrumpfenden Markt für Rollenoffsetdruckanlagen (Coldset und Heatset) für das Jahr 2015 mit 45 Prozent an. 2013 seien es noch 24 Prozent gewesen. Diese Marktposition wolle man weiter ausbauen. Zudem hat Manroland Web die Marktorganisation erweitert, seit dem 1. April 2016 gibt es eine neue Vertriebs- und Serviceorganisation “Greater China“. Gossé wird, wie er in der Pressekonferenz bekannt gab, Manroland Web Systems in der zweiten Jahreshälfte 2016 wieder verlassen.

Die Augsburger investieren nach eigener Aussage 7 % der Erlöse aus den Neumaschinenumsätzen in Forschung & Entwicklung. Wirtschaftlich sieht man sich „auf einem guten Weg“: Bei einem Umsatz von 240 Mio. Euro im Jahr 2015 sei ein Ebit von 6,2 Mio. Euro erwirtschaftet worden.

Zur Drupa wird erstmals für den Zeitungsdruck die Baureihe Geoman E-Line vorgestellt. Das Prinzip der Colorman E-Line wurde auf diese kompaktere 16-Seiten-Maschine übertragen. Mit verschiedenen Ausstattungspaketen lasse sich die Geoman „an die individuellen Bedürfnisse und die wirtschaftliche Situation eines Zeitungshauses anpassen“. Im Illustrationsdruck ist laut Gossé ein Grund für die Stellung von Manroland Web Systems im Markt die angebotene variable Falztechnologie. Sie sei auch ein Argument für die Bestellung einiger 96-Seiten-Lithoman-Anlagen in jüngster Zeit gewesen.

Innerhalb der Automatisierungslösung Pecom-X bietet Manroland Web neue Inline Control Systeme.  Die  Inline-Farbdichtemessung  im Zeitungsdruck Inline Density Control mit Mikromarken (IDCµ) wird bei der Mediengruppe Oberfranken in Bamberg eingesetzt. Für den Illustrationsdruck ist jetzt das Farbregelsystem Inline Spectral Control im Angebot.

Um sich auf den Kundenbedarf auszurichten, hat Manroland Web Systems das Serviceangebot nun in drei Geschäftsfelder gegliedert: Solutions, Support und Store. Der Manroland Web Store soll „für die effiziente Versorgung mit Ersatz- und Verschleißteilen“ sorgen.

„Der Digitaldruckbereich soll sich weiter zu einem Ergebnistreiber entwickeln“, sagte Jörn Gossé über die neue Sparte Digital Finishing. 20 digitale Inline-Falzaggregate der Fold-Line und Former-Line-Baureihen produzieren derzeit. Große Hoffnung setzt Manroland Web Systems in seine "Vorreiterschaft in der Workflowintegration". Dies sei eine Kernkompetenz des Unternehmens.

Manroland Web Systems hat aktuell noch rund 1.200 Mitarbeiter. Der gestiegene Marktanteil ist laut der beiden Geschäftsführer in den Werkshallen in Augsburg sichtbar: Die Produktion sei bis Mitte 2017 voll ausgelastet und man habe die Erwartung, nach der Drupa einen Auftragsbestand vorweisen zu können, der bis ins Jahr 2018 reicht.

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