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E.C.H. Will, Kugler-Womako und Papersystems verlassen Schutzschirm

Einigung zwischen Körber AG und Investorengruppe um Orlando Management AG Voraussetzung für Abwenden der Insolvenz
 

E.C.H. Will, Kugler-Womako und die Holdinggesellschaft Papersystems verlassen das Schutzschirmverfahren.

Ende September haben die Papersystems Holding sowie die beiden Unternehmen E.C.H. Will und Kugler-Womako das Ende Juni eingeleitete Schutzschirmverfahren offiziell verlassen. 

Mit der Einigung der Körber AG und der Investorengruppe um die Orlando Management AG, die Anteile an der Papersystems sowie deren Tochterunternehmen E.C.H. Will, Kugler-Womako und Pemco zurückzunehmen, wurde Anfang des Monats eine Voraussetzung für das Abwenden der Insolvenz und für eine positive Zukunft der drei Unternehmen geschaffen. 

Berthold Brinkmann, der als vorläufiger Sachwalter die Papersystems-Gruppe während der letzten drei Monate begleitet hat, erklärt „In der Praxis schaffen es nur sehr wenige Firmen, innerhalb dieses kurzen Zeitfensters des Schutzschirms einen tragfähigen Sanierungsplan und ein Zukunftskonzept auf die Beine zu stellen ohne das Insolvenzverfahren tatsächlich eröffnen zu müssen.“ 

Alexander Wassermann, CEO der Papersystems Gruppe, erläutert die zukünftige Ausrichtung folgendermaßen: „Auch in Zukunft wird die Gruppe ihren weltweit vertretenen Kunden das gewohnte Produktportfolio bieten. Wir haben aber auch die Botschaft unserer Kunden verstanden und richten uns weiter verstärkt auf Aus- und Umbauten, Ersatzteile und technischen Service aus.“

Das amerikanische Unternehmen Pemco war vom Schutzschirmverfahren nicht betroffen. In den vergangenen drei Monaten verlief der Pemco-Geschäftsbetrieb an den deutschen Standorten in vollem Umfang weiter.

Das Wedler Unternehmen E.C.H. Will will sich mit einem ausgearbeiteten Zukunftskonzept und Einsparungen und Kostensenkungen auch auf zukünftige Schwankungen am Papiermarkt einstellen – und betrachtet dies als einen wichtigen Wettbewerbsvorteil. 

Trotz eines – laut eigenen Angaben – positiven Geschäftsverlaufs musste sich Kugler-Womako aufgrund der Verbundstruktur mit E.C.H. Will ins Schutzschirmverfahren begeben. „Das Schutzschirmverfahren hatte eine deutliche Verunsicherung unserer Kunden und Lieferanten zur Folge und hat uns als Firma viel Geld und Zeit gekostet“, sagt Geschäftsführer Christoph Golombek. Nach Verlassen des Schutzschirms und einem – laut Kugler-Womako – Rekordauftragseingang im September, soll das Nürtingen Unternehmen für die Zukunft gerüstet sein.

E.C.H. Will
Das Unternehmen mit Sitz in Wedel bei Hamburg ist bekannt als Anbieter von Maschinen für die Papier herstellende und verarbeitende Industrie.

Pemco Inc.
Das Unternehmen mit Sitz in Sheboygan, Wisconsin, USA ist Hersteller von Kleinformatverpackungsanlagen, Umschlagverpackungsmaschinen für Spezialpapiere, Großformatverpackungsmaschinen für unterschiedliche Materialien wie Papier, Karton oder Alu-Offsetdruckplatten (Marke Wrapmatic) sowie Großformatschneider für Papier, Karton und eine Vielzahl weiterer Materialien (Marke SHM).

Kugler-Womako
Kugler-Womako ist Anbieter von Maschinen für die Papier verarbeitende Industrie. Das Produktportfolio umfasst sowohl Drahtkammformmaschinen, als auch Bindemaschinen für Drahtkamm-, Spiral- und Plastikspiralbindungen, sowie eine neu entwickelte Papierbindung. 

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