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EAE-Gruppe im Schutzschirmverfahren

Betrieb geht an allen Standorten weiter
 
Werner Ringel

Seit Oktober 2010 leitet der Sanierer Werner Ringel die Geschäfte bei EAE in Ahrensburg.

Drei Firmen der EAE Gruppe (Ahrensburg) haben am 30. August 2013 beim Amtsgericht Reinbek Antrag auf Einleitung eines Schutzschirmverfahrens in Eigenverantwortung gestellt. Das Gericht hat die Fortführung des Betriebes durch den Geschäftsführer Werner Ringel bestätigt. Als vorläufiger Sachwalter wurde Peter-Alexander Borchardt (Reimer Rechtsanwälte Partnergesellschaft, Hamburg) benannt. Bei den drei Unternehmen handelt es sich um die EAE Ewert Holding GmbH, die EAE Ewert Ahrensburg Electronic GmbH (beide in Ahrensburg) sowie die EAE Ewert Automation Electronic GmbH in Coswig.

EAE bietet Steuerungen, Automatisierungs- und Softwarelösungen für Zeitungsdruckereien an und ist vom drastischen Rückgang der Neuinstallationen bei Zeitungsmaschinen direkt betroffen. EAE-Technik ist nach Angaben des Herstellers in rund 550 Druckereien weltweit installiert. Die Unternehmensgruppe beschäftigt am Firmensitz Ahrensburg (bei Hamburg) und zwei weiteren Standorten aktuell rund 270 Mitarbeiter. Das sind rund 300 weniger als vor fünf Jahren.
Der Geschäftsbetrieb wird laut EAE „an allen Standorten uneingeschränkt fortgeführt“. Die bestehenden Arbeitsverhältnisse seien vom Schutzschirmverfahren „zunächst unbeeinflusst“, heißt es in einer Pressemitteilung.
EAE wird bereits seit dem 1. Oktober 2010 vom einem damals durch Banken, Gesellschafter und Aufsichtsrat eingesetztem Sanierungsmanager geführt: Werner Ringel gibt weiterhin als Ziel „den Verkauf eines profitablen zukunftssicheren Unternehmens“ an. Dafür habe man 2010 „eine tiefgreifende Restrukturierung gestartet.“

EAE hat nach eigenen Angaben die Produktpalette überarbeitet und zwei neue Produktlinien vorgestellt. Der Direktvertrieb von Modernisierungslösungen für bestehende Rotationsdruckanlagen wurde ausgeweitet. Wachstumsstarke Geschäftsfelder, wie der Tief- und Flexodruck für die Verpackungsindustrie, würden bereits bearbeitet. Der Vertrieb in Indien und Südamerika wurde aufgebaut, um die dortigen Märkte zu bedienen. Durch die strategische Neuausrichtung habe das Unternehmen in den zurückliegenden drei Geschäftsjahren deutlich positive Ergebnisse erwirtschaftet. Die Verschuldung sei in dieser Zeit von 16 auf 8 Mio. Euro reduziert worden.

Kreditlinie wurde nicht mehr verlängert

Weil „der Verkauf unter den bisherigen Bedingungen nicht so schnell umgesetzt werden, wie es nötig gewesen wäre, um die Kapitaldecke aufzustocken“, sei nun das Schutzschirmverfahren nötig geworden. Die aktuelle Situation ist laut Ringel „unter anderem auf Altschulden zurückzuführen“. Einer notwendigen langfristigen Prolongation der bisherigen Kreditlinie sei aber im August nicht zugestimmt worden. Das Schutzschirmverfahren diene nun dazu, „binnen drei Monaten einen Plan für die letzte Sanierungsphase vorzulegen und rasch das Verfahren abzuschließen“.

Derzeit würden intensive Verhandlungen mit den beteiligten Banken und Investoren geführt. Es gebe Interessenten, „die kurzfristig in das Unternehmen investieren wollen“. Die Unternehmen der EAE Gruppe haben im Geschäftsjahr 2012/13, das am 30. April 2013 endete, rund 40 Mio. Euro umgesetzt.

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