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EU-Kommission: Fünf Briefumschlaghersteller mit hohen Geldbußen belegt

Wegen unzulässiger Preisabsprachen wurden gegen fünf europäische Kuvertproduzenten Geldbußen von insgesamt 19,5 Mio. Euro verhängt
 

Gegen fünf europäische Briefkuverthersteller hat die Kartellbehörde der EU Geldbußen verhängt.

Weil sie durch Preisabsprachen und Aufteilung der Kunden für bestimmte Arten von Briefumschlägen gegen das EU-Kartellrecht verstoßen haben, hat die Europäische Kommission gegen die Unternehmen Bong (Schweden), GPV und Hamelin (beide Frankreich), Mayer-Kuvert (Deutschland) und Tompla (Spanien) Geldbußen in Höhe von insgesamt 19,5 Mio. Euro verhängt. Das meldete jetzt die Europäische Kommission. Mayer Kuvert zum Beispiel wurde mit einer Buße von knapp 5 Mio. Euro belegt. Das deutsche Unternehmen hatte nach der Abwicklung der GPV-Gruppe einige ihrer Unternehmenseinheiten/Aktiva einschließlich der am Kartell beteiligten Einheiten übernommen.

Laut EU-Kommissarin Margrethe Vestager, die in der EU für Wettbewerbspolitik zuständig ist, haben die genannten Umschlaghersteller anstatt in fairen Wettbewerb zu treten, „mehr als vier Jahre lang künstliche Preiserhöhungen in einer Reihe von Mitgliedstaaten vereinbart.“ Vestager betonte: „Wenn Unternehmen mithilfe von Kartellen die Preise von Waren des täglichen Gebrauchs in die Höhe treiben, geschieht das auf Kosten von Millionen europäischer Bürgerinnen und Bürger“, so Vestager weiter. Die Maßnahmen der Kommission zur Bekämpfung von Kartellen zielen auf die Ahndung solcher Verhaltensweisen und auf Abschreckung ab, um die Verbraucher vor Schaden zu bewahren. 

Im September 2010 hatte die Kommission von Amts wegen eine Untersuchung eingeleitet. Dabei stellte sie fest, dass das Kartell der Aufteilung von Kunden und der Absprache der Preise für Standard- und Katalogumschläge sowie bedruckte Spezialumschläge diente. Die Umschläge wurden meist von Schreibwarengroßhändlern und großen Vertriebsunternehmen in Dänemark, Frankreich, Deutschland, Norwegen, Schweden und im Vereinigten Königreich erworben. Bei mehreren multilateralen und bilateralen Treffen auf höchster Führungsebene sprachen die Kartellteilnehmer ihre Angebote für Ausschreibungen großer europäischer Kunden ab, vereinbarten Preiserhöhungen und tauschten vertrauliche Geschäftsinformationen aus.

Die Zuwiderhandlung begann laut EU-Kommission im Oktober 2003 (nur Hamelin stieß erst im November 2003 dazu) und wurde von allen Kartellbeteiligten bis April 2008 fortgesetzt. Die Geldbußen wurden nach den Geldbußenleitlinien der Kommission von 2006 festgesetzt.

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