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Ebner & Spiegel stoppt erneut Druck von Koranen für die Salafisten

Geschäftsführer verliert Job

Der Geschäftsführer der Ulmer Druckerei Ebner & Spiegel ist seinen Job los. Er hatte einen erneuten Auftrag der Salafisten, 50.000 Korane zu drucken, alleine angenommen ohne die Geschäftsführung der Holding CPI GmbH zu informieren. Das geht aus einer entsprechenden Unternehmensmitteilung hervor. Die Holding Geschäftsführung der CPI hat die Fertigung und Auslieferung des aktuellen Druckauftrages gestoppt. Die Salafisten sind eine Strömung innerhalb des Islams, die von Experten als radikal islamistisch eingestuft wird.

Ebner & Spiegel war im April 2012 in die Schlagzeilen geraten, nachdem bekannt wurde, dass die Druckerei seit Oktober 2011 im Auftrag einer Organisation namens "Die wahre Religion" mehr als 300.000 Korane ausgeliefert hatte. Die Bücher beinhalteten eine kommentarlose deutsche Übersetzung des Korans. Wie die Südwest Presse damals berichtete, wollten Salafisten im Rahmen einer Aktion "Lies!" rund 25 Mio. Koran-Exemplare bundesweit kostenlos in Fußgängerzonen verteilen. 

Wegen heftiger Kritik an der massenhaften Verteilung der Gratis-Korane in deutschen Innenstädten hatte das Ulmer Unternehmen im April einen Druckauftrag an die Salafisten zurückgegeben. Damals hatte sich das Unternehmen von extremistischen Weltanschauungen distanziert.

Wie die Welt Online berichtete, hatte es in den vergangenen Wochen keine Koran-Verteilstände mehr gegeben. Nach dem Druckstopp hätten die Salafisten lediglich Restbestände der Bücher an Passanten verteilen können. Nun sollte die Kampagne allerdings fortgesetzt werden. Und nach Informationen von Welt Online hatte die Ulmer Druckerei Ebner & Spiegel zuerst erneut einen Auftrag der Salafisten, insgesamt 50.000 Koran-Exemplare zu produzieren, angenommen. Auftraggeber sei in diesem Fall der Verein "Nur Für Dich e.V.". Hinter dem Verein verberge sich nach Informationen von Welt Online das radikalislamische Missionierungsnetzwerk "Die Wahre Religion" des Kölner Salafisten Ibrahim Abou Nagie, der zugleich der Initiator der Koran-Verteilaktion "Lies!" sei.

Die CPI GmbH, zu der auch Ebner & Spiegel gehört, hat nun aber die Fertigung und Auslieferung des aktuellen Druckauftrags gestoppt. Damit werde die Entscheidung vom April bestätigt, „und gilt auch für die Zukunft und die generelle Zusammenarbeit mit dem Kölner Herausgeber Ibrahim Abou Nagie“, heißt es in der Unternehmensmitteilung weiter. Es sei aber erst ein Teil des Auftrags gedruckt und noch nicht gebunden worden. Diese Exemplare würden nun vernichtet.

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