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Ehemaliger Anleger will Konkurs von Arquana untersuchen lassen

Sonderprüfung soll Licht ins Dunkel bringen

Der Konkurs der Arquana International Print & Media AG, eine ehemalige Holding der Arques Industries AG, zieht weite Kreise. Einem Bericht des Bieler Tagblatts zufolge will ein deutscher Anleger, der wegen des Konkurses viel Geld verloren habe, nun vor Gericht den Konkurs untersuchen lassen. Der Anleger wird wie folgt zitiert: „Denn nicht nur ich, sondern auch andere Aktionäre haben große Verluste erlitten.“
Das Ziel soll eine Sonderprüfung des Falls sein, um Licht ins Dunkel zu bringen. Zu vieles scheine dem Anleger „verworren oder unsauber“, so das Bieler Tagblatt. Für eine solche Prüfung müsse eine außerordentliche Hauptversammlung der Arquana-Aktionäre in Deutschland einberufen und auf dieser eine Sonderprüfung beantragt sowie beschlossen werden. Gemäß deutschem Aktienrecht brauche es hierfür die Zustimmung des Insolvenzverwalters. Eine Hürde, die der Anleger nicht im Alleingang nehmen könne: Der Antrag an den Insolvenzverwalter könne nur dann gestellt werden, wenn die Auftraggeber über mindestens fünf Prozent der Aktien verfügten. Der Anleger suche deshalb intensiv nach weiteren Aktionären, die sich ihm anschließen.
Einen ähnlichen Fall, so berichtet die Zeitung weiter, gebe es im Zusammenhang des Konkurses der ehemaligen Arquana-Tochter Weber-Benteli (Brügg/Schweiz). Von 2006 bis 2008 gehörte Weber-Benteli zu den sieben Druckereien, die unter dem Dach der Arquana vereint waren.
Im Fall Weber-Benteli wird laut Bieler Tagblatt seit dem Konkurs der Druckerei im November angenommen, dass "nicht alles mit rechten Dingen zugegangen sei". Eine entsprechende Anzeige sei beim Untersuchungsgericht Biel-Seeland eingegangen, eingereicht vom Konkursamt. Christoph Neuhaus, Mitglied des Berner-Regierungsrats, gehe „von schweren Verdachtsmomenten, die eine Untersuchung rechtfertigen“, aus. Neuhaus sagte zudem, dass mehrere Verfahren „aus den Bereichen Konkurs und Zivilrecht“ zusammenkommen könnten. Bis Klarheit geschaffen werde, dürfte es allerdings noch längere Zeit dauern, denn die Untersuchung sei komplex.

Arquana International Print & Media AG http://www.arquana.com

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