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Einigung auf neuen Lohntarifvertrag für die Druckindustrie

In zwei Schritten insgesamt 3,8 Prozent mehr Lohn
 
Tarifabschluss

Arbeitgeber und Gewerkschaft haben sich auf einen Lohntarif für die Druckindustrie geeinigt, der bis Ende August 2018 gilt.

Der Bundesverband Druck und Medien (BVDM) und die Gewerkschaft Verdi haben sich in der vierten Verhandlungsrunde und nach über 16-stündigen Gesprächen am frühen Morgen des 14. Juni auf ein neues Lohnabkommen geeinigt. Es sieht innerhalb einer 29-monatigen Laufzeit zwei lineare Erhöhungen von insgesamt 3,8 Prozent vor: Ab dem 1. Juli 2016 werden die Löhne der gewerblichen Arbeitnehmer der Druckindustrie um 2 % erhöht, zum 1. August 2017 steigt der Lohn um weitere 1,8 %.

Der Abschluss gilt vorbehaltlich der schriftlichen Zustimmung der Tarifvertragsparteien, die bis zum 11. Juli 2016 erfolgen müssen.

Der Tarifvertrag gilt bis zum 31. August 2018. Verdi hatte ursprünglich 5,0 Prozent Lohn und eine Laufzeit von zwölf Monaten gefordert.

BVDM-Verhandlungsführer Sönke Boyens wertet das Ergebnis als "einen gerade noch tragfähigen, aber zukunftsorientierten Kompromiss". Mit der Laufzeit bis zum 31. August 2018 habe man für die gesamte Branche für die dringend notwendige Planungssicherheit gesorgt, wird Boyens in einer Pressemitteilung des BVDM zitiert.

Der stellvertretende Verdi-Vorsitzende und Verhandlungsführer der Gewerkschaft, Frank Werneke, spricht von "ausgesprochen schwierigen Tarifverhandlungen". Die Arbeitgeber haben sich seiner Meinung nach "nur Dank der engagierten Streiks der Beschäftigten und der Androhung weiterer Arbeitsniederlegungen [...] bewegt".

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Leserkommentare (1)

Zoppo | Donnerstag, 16. Juni 2016 17:46:07

Was soll das?

Das ganze ist doch nur noch ein Show für die Medien und den Politikern. Die Gewerkschaft sollte mal veröffentlichen wieviel Betriebe noch mit Tarifbindung sind. Die meisten Unternehmer der Druckbranche haben sich doch aus dem Tarif geschlichen, und sind Mitglieder ohne Tarifbindung.
Daher ist die Meldung eigentlich keine Meldung, weil es für die wenigsten Mitarbeiter bzw. Betriebe gültig ist.

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