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Einigung bei Tarifverhandlungen erzielt

Manteltarifvertrag unverändert um drei Jahre verlängert

Bei den Tarifverhandlungen zwischen BVDM und Verdi kam es in der sechsten Runde zu einer Einigung.

Bei den gestrigen Tarifverhandlungen in der Druckindustrie haben sich Arbeitgeber und Gewerkschaft in der sechsten Verhandlungsrunde auf einen neuen Lohntarifvertrag mit einer Laufzeit von 33 Monaten geeinigt.

Wie der Bundesverband Druck und Medien (BVDM) bekannt gab, sieht die Einigung eine Einmalzahlung in Höhe von 280 Euro brutto mit der Lohnab­rechnung für September  2011, eine lineare Lohnerhöhung von 2 Prozent ab 1. August 2012 sowie eine Einmalzahlung in Höhe von 150 Euro brutto vor, die mit der Lohnabrechnung im Juli 2013 ausgezahlt wird. Auszubildende sollen, neben der vereinbarten linearen Lohnerhöhung von 2 Prozent, Einmalzahlungen in Höhe von 140 Euro brutto sowie 75 Euro brutto erhalten, Teilzeitbeschäftigte sollen die Einmalzahlungen anteilig bekommen.

Der Abschluss im Lohn sei ein tragbarer Kompromiss, so BVDM-Verhandlungsführer Dr. Wolfgang Pütz. Er trage der schwierigen wirtschaftlichen Situation der Branche Rechnung und gebe den Druckbetrieben Planungssicherheit für die kommenden Jahre. Zudem haben die Tarifvertragsparteien den Manteltarifvertrag unverändert um drei Jahre verlängert, der frühestens zum 31. März 2014 gekündigt werden kann. Die von Verdi geforderten Änderungen des Manteltarifs wurden damit nicht realisiert.

Der stellvertretende Vorsitzende von Verdi, Frank Werneke, betonte jedoch, man sei mit dem Ziel angetreten, Verschlechterungen für die Beschäftigten zu verhindern, was vor allem ohne den Einsatz der Streikenden nicht hätte erreicht werden können. An den Streiks in der Druckindustrie hatten sich seit dem Ende der Friedenspflicht Anfang Mai über 10.000 Beschäftigte aus 120 Betrieben beteiligt. Verdi erwarte nun, dass dieser Abschluss auch eine Grundlage für die bevorstehenden weiteren Verhandlungen für die Tageszeitungsjournalisten darstelle.

Das Tarifergebnis steht seitens Verdi noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der großen Tarifkommission für die Druckindustrie, die voraussichtlich nächste Woche zusammentritt.

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