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Fachverlage ziehen Bilanz: Umsatzplus im Jahr 2010

Fachzeitschrift bleibt umsatzstärkstes Medium

Sprecher der Deutschen Fachpresse Karl-Heinz Bonny.

Die deutschen Fachmedienhäuser konnten das Jahr 2010 mit einem positiven Ergebnis abschließen. Um 0,8 Prozent wuchs der Branchenumsatz auf insgesamt 3,03 Mrd. Euro. Grund waren Investitionen in hochwertige Zeitschriften und Fachbücher sowie digitale und mobile Angebote.

Nach einem Bericht des Verbands  Deutscher Fachpresse verzeichneten die Verlage in 2009 noch einen Umsatzrückgang von 4,2 %. Das leichte Umsatzwachstum in 2010 und positive Umsatzaussichten für das laufende Jahr bringen die Branche dem Rekordergebnis von 3,13 Mrd. Euro im Jahr 2008 nun wieder näher.

Für die Statistik, die jährlich erscheint, wurden von Februar bis April 2011 die Mitglieder der Deutschen Fachpresse zu ihren betrieblichen Kennzahlen befragt. „Die mutigen Investitionen der deutschen Fachverlage in hohe Qualität und in spannende Zukunftsmedien tragen heute erste Früchte. Mehr als die Hälfte der Unternehmen konnten ihr Ergebnis gegenüber 2009 verbessern“, sagte Karl-Heinz Bonny, Sprecher der Deutschen Fachpresse.
Für das laufende Jahr erwarten 48 % der Verlage eine weitere Verbesserung ihres Jahresergebnisses.

Laut der Unternehmensmitteilung trägt das Wachstum der elektronischen Medien zum Umsatzerfolg bei. Mit einem Plus von 10,4 % waren sie in 2010 die größten Umsatztreiber im Fachmedienmarkt. An den Gesamterlösen entfiel auf sie ein Anteil von 13,1 % (396 Mio. Euro). Ein Umsatzwachstum von 2,6 % verzeichneten auch die sonstigen Dienstleistungen, unter denen das Eventgeschäft mit 7 % Wachstum zulegen konnte. Mit Dienstleistungen erwirtschafteten die Fachverlage in 2010 insgesamt einen Umsatzanteil von 5,6 % (171 Mio. Euro) Wichtigste Erlösquelle der Fachmedienhäuser blieben in 2010 die Fachzeitschriften mit einem Umsatzanteil von 59,5 % (1,8 Mrd. Euro). Mit ihnen konnten die Verlage im vergangenen Jahr ebenfalls ein leichtes Umsatzplus von 0,4 % erzielen. Auf Fachbücher und Loseblatt entfiel ein Umsatzanteil von 21,8 % (569 Mio. Euro).

Das Anzeigengeschäft im Fachzeitschriftensegment hat sich im vergangenen Jahr leicht erholt. Hier konnten die Verlage in 2010 ein Wachstum von 0,6 % erwirtschaften, nachdem in diesem Markt in 2009 mit einem Minus von 17,4 % der größte Umsatzrückgang zu verzeichnen war. Und auch die Aussichten sind nach eigener Aussage positiv: Einen Aufwärtstrend im Anzeigengeschäft erwarten für 2011 neben den Fachverlagen auch werbungtreibende Unternehmen und Agenturen, das hatte im April bereits die Studie „WerbeTrend 2011“ der Deutschen Fachpresse belegt. Leicht rückläufig waren in 2010 hingegen die Vertriebserlöse der Fachzeitschriften (-0,8 %). Leicht gesunken ist erneut die Zahl der Fachzeitschriftentitel am Markt. Wurden in 2009 noch 3.852 Titel gezählt, waren es im vergangenen Jahr 23 Magazine weniger. „Wir beobachten, dass der Trend zu neuen Fachtiteln im Markt ungebrochen ist. Jedoch nutzen die Verlage den Wandel der Medienbranche, um ihr Publikationsportfolio zu bereinigen“, so der Sprecher der Deutschen Fachpresse Bonny.

Die ausführlichen Ergebnisse der Fachpresse-Statistik 2010 stehen  zum Download bereit: www.deutsche-fachpresse.de/statistik-aktuell/.
Die vollständigen Ergebnisse stellt zudem Frank Wiegand (Publish-Industry Verlag) auf dem Kongress der Deutschen Fachpresse am 25. Mai 2011 in Wiesbaden im Rahmen der Fachtagung Management vor.

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