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Faltschachtelindustrie setzt auf Digitalisierung

Stagnierende Zahlen durch internationalen Wettbewerb – Nachwuchsförderung im Fokus
 

Was die Produktionsmenge und den Umsatz betrifft, treten die deutschen Faltschachtel-Produzenten seit 2009 auf der Stelle (Grafik: FFI).

Mit einem Produktionsvolumen in Höhe von 842.313 Tonnen ging der Absatz der deutschen Faltschachtel-Industrie im Geschäftsjahr 2016 um 1,9 % gegenüber dem Vorjahr zurück. Der Umsatz sank im gleichen Zeitraum um 2,3 % auf 1,822 Milliarden Euro. Damit setzt sich die Entwicklung der vergangenen Jahre fort.

Zwischen 2013 und 2016 reduzierte sich das Produktionsvolumen um 1 %. Gleichzeitig sank dabei der Produktionswert aber um 3 %. Volumenrückgang. Zunehmender Wettbewerb unter nationalen und europäischen Herstellern sowie Margendruck sprechen deutlich für ein schwieriger werdendes Umfeld. Dies zeigt sich insbesondere im Rückgang der Profitabilität. So fiel der Umsatzerlös der deutschen Faltschachtel-Industrie von 2.172 Euro pro produzierter Tonne im Jahr 2015 auf 2.162 Euro pro Tonne im Jahr 2016. Vor allem die vermehrten Produktionsverlagerungen nach Osteuropa bei Pharma-, Food- und Non-Food-Produkten sowie die Substitution durch Kunststoffverpackungen im Niedrigpreissegment setzen den deutschen Faltschachtelunternehmen zu. „Die weitere Automatisierung, Optimierung und Digitalisierung der gesamten Geschäftsprozesse wird deshalb ein Schlüssel zum Erhalt und zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit sein“, sagt Steffen Schnizer, Sprecher des Vorstands des Fachverbands Faltschachtel-Industrie e.V. (FFI).

Im europäischen Vergleich steht die deutsche Faltschachtel-Industrie für rund ein Fünftel des europäischen Produktionsvolumens. Damit ist sie etwa doppelt so groß wie Großbritannien, Frankreich oder Italien. Die generelle Branchenkonsolidierung wird auf absehbare Zeit mit leichten Schwankungen weiter voranschreiten. Beim FFI stehen dem Austritt eines Vollmitglieds sowie zwei assoziierter Mitglieder in 2016 sieben Neuaufnahmen von assoziierten Mitgliedern gegenüber. Damit repräsentiert der Verband in 2016 mit 80 Mitgliedsbetrieben etwa zwei Drittel des deutschen Faltschachtelmarktes.

Mit seinem neuen „FFI-Leitfaden zur Azubi-Rekrutierung – Über diese Wege erreichen Sie die potentiellen Azubis in Ihrer Region!“ unterstützt der FFI seine Mitgliedsunternehmen bei der Umsetzung ihrer Ausbildungsstrategie. Der neue Leitfaden listet rund 30 mögliche Maßnahmen, Instrumente und Kommunikationskanäle auf, über die die Faltschachtelhersteller die Jugendlichen in ihrer Region erreichen, ihr Unternehmen als Ausbildungsbetrieb präsentieren und ihre Ausbildungsplätze anbieten können.

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