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Flint Group will Web-Offset-Geschäft von Siegwerk übernehmen

Kartellbehörden müssen der Übernahme noch zustimmen
 

Die Flint Group will den Web-Offset-Geschäftsbereich von Siegwerk übernehmen.

Nach der Übernahme von Xeikon Ende letzten Jahres will sich die Flint Group mit der Übernahme des Web-Offset-Geschäfts von der Siegwerk Druckfarben AG erneut vergrößern. Wie der Konzern bekannt gab, wurde ein verbindliches Angebot abgegeben, das die Übertragung des gesamten technischen Know-hows sowie des kompletten Produktportfolios des Geschäftsbereichs "Heatset & Newsink" umfasst. Wie es in der Erklärung der Flint Group heißt, bedarf der Abschluss der Übernahme noch der Genehmigung durch die zuständigen Kartellbehörden.

Die Entscheidung, sich vom Web-Offset-Geschäftsbereich zu trennen, ist für Siegwerk strategischer Teil der stärkeren Ausrichtung auf das eigene Kerngeschäft des Verpackungsdruckes. Im Fokus werde künftig zudem der Bereich der Farben und Lacke für Etiketten und flexible Verpackungen stehen, den Siegwerk laut CEO Herbert Forker weiter ausbauen will. Besonderes Wachstumspotenzial sieht Forker zudem in den asiatischen Märkten.

Für Flint ist die Übernahme des Bereichs "Heatset & Newsink" hingegen ein Ausdruck des eigenen Engagements in diesem Segment, wie Antoine Fady, CEO der Flint Group, erklärt. Zugleich will das Unternehmen sein Angebot auf dem Markt für Farben, Druckchemikalien und Transfermedien damit stärken. "Diese Entscheidung ermöglicht eine langfristige Liefersicherheit für unsere Heatset- und Newsink-Kunden und unterstreicht unseren Fokus auf die weltweiten Druckmedien- und Verpackungsmärkte", fasst Fady zusammen.
 
Wie die Flint Group weiterhin bekannt gab, sollen alle 76 festangestellten Siegwerk-Mitarbeiter der Web-Offset-Sparte die Möglichkeit erhalten, am Standort Siegburg in andere Bereiche zu wechseln. Flint beabsichtige zudem, nach dem Verkauf ein Kernteam des Siegwerk-Web-Offset-Geschäfts bei sich zu beschäftigen.
 
Das Illustrationstiefdruckgeschäft von Siegwerk, das Druckfarben für hochwertige Magazine, Kataloge und Werbebeilagen produziert, werde fortgeführt. Immerhin besitze Siegwerk in diesem Segment nach eigenen Angaben einen Marktanteil von rund 45 Prozent in Europa.
 
Beide Unternehmen wollen eng zusammenarbeiten, damit alle Produkte und Dienstleistungen den Kunden gleichermaßen fortwährend zur Verfügung stehen.

Bevor die Transaktion umgesetzt werden kann, müssen, so die Fllint Group, noch abschließend die entsprechenden Rahmenbedingungen, einschließlich der Genehmigung durch die zuständigen Kartellbehörden, erfüllt werden. Bis diese Genehmigung vorliegt, werden die Flint Group und Siegwerk weiterhin getrennte Unternehmen bleiben und unabhängig voneinander ihre Geschäfte führen.

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Leserkommentare (1)

Dieter Kleeberg | Freitag, 19. Februar 2016 18:06:03

Flint übernimmt Weboffsetsparte von Siegwerk

Hoffentlich nicht schon wieder ein Streich, der auf lange Sicht die Auswahlmöglichkeiten der Drucker einschränken wird. Denn Flint hat in der Vergangenheit manch übernommenes Portfolio ausgedünnt. Vielfalt auf dem Markt garantiert preisliche und technische Alternativen, womit auch die Drucker bessere Chancen zur Diversifizierung haben.

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