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Focus: Große Gefühle für Infoverweigerer

Studie über die Werbewirkung unterschiedlicher Kommunikationstypen

Wer sich Informationen verweigert, legt zumindest bei der Werbung Wert auf große Gefühle. Dagegen schwört die so genannte Info-Elite auf Sachlichkeit. Zu diesem Ergebnis kommt die Markt-Media-Studie Communication Networks 5.0, die der Focus-Magazin-Verlag in dieser Woche vorgestellt hat. Die jährlich aufgelegte Studie untersucht die Einstellungen sowie das Konsum- und Medienverhalten von vier unterschiedlichen Kommunikationstypen. Communication Networks unterscheidet dabei zwischen der innovativen, meinungsführenden Info-Elite (15,49 Mio.), den kommunikativen Infotainment-Consumern (18,66 Mio.), den zurückhaltenden Infotainment Consumern (12,38 Mio.) und den abgeschotteten Info-Verweigerern (8,58 Mio.).
In diesem Jahr wurde erstmals die Werbung untersucht. Während der Anteil in der Gruppe der Info-Verweigerer, die eine stark emotionalisierte Ansprache wünschen, fast 40 Prozent über dem bundesdeutschen Durchschnitt liegt, verlangt die Info-Elite vergleichsweise selten große Gefühle. Punkten kann man bei dieser Zielgruppe dagegen mit sachlichen Informationen: Laut Studie liegt der Teil der gern informativ angesprochen werden will, bei der Info-Elite rund 30 Prozent höher als beim Durchschnitt der deutschen Bevölkerung. Erreichen kann man diese Gruppe vor allem über Zeitschriften, die von dieser Gruppe überdurchschnittlich als Informationsquelle genutzt werden, wie Focus und Spiegel. Die als zurückhaltende Kommunikatoren mit durchschnittlichem Informationsinteresse charakterisierten Info-Consumer und die als verschlossen und unkommunikativ geltenden Info-Verweigerer nutzen hingegen eher das Fernsehen als Informationsquelle. Diese Gruppe ist auch bei neun von zehn der reichweitenstärksten TV-Sendungen überdurchschnittlich häufig vertreten.

Focus http://www.focus.de

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