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Frankfurter Societät wird in drei Firmen aufgespalten

Blick in den Zeitungsdruck der FSD

Die Frankfurter Societätsdruckerei (FSD) soll zum 1. Oktober 2010 in drei Firmen aufgespalten werden. Diese von der Gewerkschaft Verdi verbreitete Nachricht wurde zwischenzeitlich durch die FSD bestätigt.

So soll die bisherige FSD mit ihren insgesamt rund 700 Beschäftigten in einer Verwaltungs-Holding für den kaufmännischen und Verwaltungsbereich, einer GmbH für den Redaktionsbereich und einer Produktionsfirma aufgehen. Letztere umfasst das FSD-Druckzentrum in Mörfelden-Walldorf.

Die angedachte Verwaltungsholding soll rund 95 Angestellte haben. Damit läge sie unter der Grenze von 100 Beschäftigten, der Betriebsrat bestünde hier nur noch aus fünf Mitarbeitern. Ein Wirtschaftsausschuss, wie ihn das Betriebsverfassungsgesetz für Betriebe ab 100 Beschäftigten vorsieht, würde entfallen. Für die Verwaltungs-GmbH soll die bisher bestehende Bindung an die Branchentarifverträge ebenso entfallen wie für die rund 180 Mitarbeiter umfassende Redaktionsfirma. Für die Druckerei soll der bestehende Tarifvertrag für die Druckindustrie weiterhin gelten.

Die FSD gehört ebenso wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) zur Fazit-Stiftung. Im Druckzentrum in Mörfelden-Walldorf werden unter anderem die FAZ und Frankfurter Neue Presse produziert.

Die Gewerkschaft Verdi warf den FSD-Eigentümern »Tarifflucht« vor und rief die Belegschaft zum Widerstand auf, der durch die Bildung eines „breiten regionalen Solidaritätsbündnisses“ unterstützt werden soll.

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