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Fraunhofer-Institut: Patent für unsichtbare Videowasserzeichen

Urheberrechtsschutz ohne Qualitätseinbußen und Verbrauchergängelung

Die Fraunhofer-Gesellschaft hat jetzt ein Patent des Europäischen Patentamts für ein neuartiges "Verfahren zum Versehen von Bild- oder Videodaten mit einem digitalen Wasserzeichen" erhalten, so der Titel der Patentveröffentlichung EP 1589475 A1 und B1 vom 26.10.2006. Die Patentschrift ist über die Website des Europäischen Patentamtes öffentlich zugänglich. Beispielfilme finden sich auf www.ipsi.de/videowasserzeichen.
Der besondere Vorteil der Fraunhofer-Lösung ist es, laut Stefan Thiemert, einer der Erfinder am Darmstädter Fraunhofer-Institut für integrierte Publikations- und Informationssysteme, "dass der Benutzer die Technik so konfigurieren kann, dass die von ihm benötigte Kapazität erreicht wird, ohne dass die Transparenz und die Robustheit des Wasserzeichens leiden." Damit sind die drei Eckpunkte genannt, zwischen denen sich eine brauchbare Wasserzeichentechnologie bewegen muss: Es müssen sich die notwendigen Daten in das Ausgangsmaterial einbetten lassen, also beispielsweise eine Kundennummer, das Wasserzeichen muss unsichtbar - transparent - bleiben, und es darf sich nicht ohne Qualitätsverluste der Videobilder wieder entfernen lassen. Im Grundsatz werden Bildbereiche von JPEG- oder MPEG-Bildern mit hohem Informationsgehalt identifiziert, die dann so minimal verändert werden, dass die Unterschiede für das menschliche Auge nicht sichtbar sind. Dennoch kann der Besitzer der Decodierungssoftware und des passenden Wasserzeichenschlüssels die Information wieder auslesen und beweisen, dass ein Bild ursprünglich von ihm mit Wasserzeichen versehen wurde.
Trotz ihrer Komplexität soll die Videowasserzeichentechnologie, auch produktiv und wirtschaftlich in großem Maßstab umsetzbar sein, weil sich alle Zwischenschritte per Software automatisieren lassen. Das bedeutet nicht, dass Normalverbraucher das Programm auf CD kaufen und für seine Urlaubsfilme einsetzen können - die Software muss grundsätzlich von Fraunhofer-Mitarbeitern auf den Rechnern professioneller Medienbetriebe installiert und an die Produktionsabläufe angepasst werden. Dann aber kann sie, wenn die ersten Tests erfolgreich verlaufen sind, beispielsweise Copyrightvermerke in DVDs oder Seriennummern in Videofilme einbetten, die per Download vertrieben werden.

Fraunhofer-Institut http://www.fraunhofer.de

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