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Für NP Druck in St. Pölten wird ein Investor gesucht

NÖ Pressehaus hatte bereits 2014 seine Zeitungsdruckerei geschlossen
NP Druck

Für seine Akzidenzrollenoffset-Druckerei ("NP Druck") sucht das NÖ Pressehaus in St. Pölten laut Presseberichten jetzt einen Investor.

Keine Ruhe im österreichischen Rollenoffsetmarkt: Das Niederösterreichische Pressehaus in St. Pölten, einer der wenigen verbliebenen Akzidenz-Rollenoffsetdrucker Österreichs, sucht "schnellstmöglich" einen Investor für seinen Druckbereich "NP Druck". Dies berichtet die Tageszeitung "Der Standard". Den entsprechenden Beschluss begründe der Aufsichtsrat mit den "schwierigen Markt- aber auch Branchenverhältnissen", heißt es in dem Zeitungsbericht. Erst vor wenigen Monaten hatte die britische Walstead Group den österreichischen Druckereikonzern Leykam Let's Print AG übernommen, der den Markt in der Alpenrepublik dominiert.

Das Niederösterreichische Pressehaus gehört zu 54 Prozent der Diözese St. Pölten, zu 20 Prozent der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien und zu 26 Prozent dem Pressverein der Diözese. Die Nachrichtenagentur APA zitiert Geschäftsführerin Lydia Gepp, derzufolge das NÖ Pressehaus bis 2017 einen Partner gefunden haben will. Wenn das im ersten Halbjahr der Fall sei, sei man glücklich, heißt es dort. Es gehe nur um NP Druck, nicht um den Zeitungsverlag, versichert Lydia Gepp.

Lange Zeit betrieb das Unternehmen in der niederösterreichischen Landeshauptstadt sowohl eine Zeitungs- wie auch eine Akzidenzdruckerei. Hauptperiodika des Zeitungsverlages sind die beiden Wochenzeitungen NÖN (Niederösterreichische Nachrichten) und BVZ (Burgenländische Volkszeitung).

2014 hatte das Unternehmen dann seine Zeitungsproduktion aufgegeben. Seit April 2014 wird die BVZ, seit September 2014 auch die NÖN bei Mediaprint in Wien gedruckt. Das Outsourcen des Zeitungsdrucks war mit dem Verlust von rund 30 Arbeitsplätzen in dem kircheneigenen Betrieb verbunden. Damals hieß es es, das NÖ Pressehaus solle sich "künftig ganz auf den Akzidenzdruck ausrichten".

Anfang 2016 hatte Lydia Gepp in einem Interview mit dem Werber-Fachblatt Horizont noch erklärt, dass man beim Niederösterreichischen Pressehaus "den Druckbereich wieder stärken" wolle. Horizont zitierte: "Wir haben 2015 ein großes Investment getätigt und wollen uns viel mehr auf Dienstleistungen konzentrieren, weg von der großen Massenproduktion." Die Investition galt einer 16-Seiten Manroland Rotoman, die im Herbst 2015 ohne großes Aufheben in Betrieb ging.

Lydia Gepp sagte dem Horizont auch, man habe im vergangenen Jahr "genug gesäht" und hoffe nun, "dass 2016 das Jahr der Ernte ist".

Neben Leykam Let's Print und dem NÖ Pressehaus sind in Österreich nur noch die Ferdinand Berger & Söhne GmbH (Horn/Niederösterreich) sowie die zur Circle-Printers-Gruppe gehörende Oberndorfer Druckerei in der Nähe von Salzburg als Rollenoffsetdrucker im Markt.

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