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Fusion im Zeitungsdruckmaschinenbau: Wifag übernimmt Solna

Solna-Inhaber Jörgen Karlsson rückt an die Spitze
Der ehemalige Wifag-Sitz in Bern

Immer noch aktiv – nun auch wieder im Maschinenbau: die Schweizer Wifag (hier der ehemalige Firmensitz in Bern) hat Solna gekauft.

Zwei bekannte Namen aus dem Zeitungsdruckmaschinenbau, die mittlerweile zu Nischenanbietern geschrumpft sind, bündeln ihre Kräfte: Die Wifag Maschinenfabrik AG (Fribourg/Schweiz) teilte mit, dass sie die Solna-Gruppe (Järfälla/Schweden) und die Firma Ekpac Graphics (Hongkong) übernommen hat. Solna ist ein Hersteller von vorwiegend einfach-breiten Druckmaschinen für den Zeitungs- und Buchmarkt und beschäftgt rund 20 Mitarbeiter.

Mit dem Erwerb des schwedischen Herstellers will die Wifag ihre Palette mit Rollenoffsetrotationen für den immer noch wachsenden Zeitungsdruckmarkt in den BRIC-Ländern ergänzen. Die Firma Ekpac Graphics HK ist eine Verkaufsorganisation mit zwölf Angestellten und bringt, wie es in einer Pressemitteilung heißt, „den direkten Verkaufskanal und Marktzugang zu den Märkten China, Südostasien und dem Mittleren Osten.“

Nach Angaben von Wifag ist Solna – in Verkaufsstückzahlen ausgedrückt – die Nummer zwei im chinesischen Markt bei einfach-breiten Zeitungsrotationen. Die Maschinen sollen künftig je nach Kundenwunsch in China oder im Montagewerk der Wifag-Mutterfirma Polytype in Fribourg hergestellt werden. Mit dieser Investition bestätige die Wifag-Polytype Gruppe ihre Verpflichtung zum Nischen-Markt der Zeitungsdruckmaschinen, heißt es seitens der Wifag.

Die Firma Solna soll ihren Sitz in Schweden behalten und ihre Kunden auch in Zukunft  von dort aus betreuen. Das kombinierte Zeitungs-Geschäft von Wifag und Solna mit Hauptsitz in Fribourg wird künftig von Jörgen Karlsson, dem ehemaligen CEO und Inhaber von Solna, geführt. Im April 2011 noch soll er in Fribourg seine Tätigkeit aufnehmen und direkt Peter Ruth, dem CEO der WIFAG-Polytype Gruppe, unterstellt sein.

Die Wifag hatte 2010 ihren bisherigen Sitz in Bern aufgegeben und die dortige Fertigungsstätte an die Firma Mali verkauft. Eigentlich wollte man sich künftig auf den Service für bestehende Wifag-Anwender beschränken. Der Verkauf einer Wifag OF 370 Produktionslinie nach Indien brachte dann aber auch die Fertigung bei Wifag wieder in Schwung. Einem Bericht der Basler Zeitung zufolge hat die Wifag aktuell 90 Mitarbeiter.

Auch die großen Zeitungsdruckmaschinenbauer hatten in den vergangenen Monaten ihr Portfolio durch Kooperationen mit Herstellern von günstigen, einfachen Rotationsmaschinen ergänzt: Manroland arbeitet mit Tensor zusammen, KBA mit The Printers House (TPH). Goss wiederum verfügt schon seit vielen Jahren über eine Produktionsstätte in Shanghai. 

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