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Georg Kohl: Fast jede vierte Stelle in Gefahr

Ulrike Hausmann, Geschäftsführerin von Georg Kohl.

Bei der insolventen Georg Kohl GmbH (Brackenheim) soll fast jeder vierte Angestellte gekündigt werden. Wie die Heilbronner Stimme berichtet, habe der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Tibor Braun auf einer Betriebsversammlung am 9. November verkündet, dass "50 bis 80" der derzeit rund 300 Mitarbeiter gehen müssen.

Der Stuttgarter Rechtsanwalt wolle dem Amtsgericht Heilbronn vorschlagen, das Insolvenzverfahren beim Druckereiunternehmen zum Ende dieses Monats zu eröffnen. "Wir haben vor, mit einer Belegschaft von dann über 200 Mann den Betrieb aufrecht zu erhalten", erklärte Braun.
 Wer gekündigt werde, soll in den nächsten Tagen mit dem Betriebsrat der Firma ausgehandelt werden. Geplant sei, in allen Bereichen Stellen zu streichen. Der Personalabbau soll sozialverträglich zum Beispiel mit der Errichtung einer Transfergesellschaft vorgenommen werden. Im Gespräch ist eine sechsmonatige Laufzeit.

 Der Stellenabbau sei eine Notwendigkeit, um die Geschäftsfähigkeit des Unternehmens erhalten zu können. "Für die zu realisierenden Umsätze ist die Belegschaft schlicht und einfach zu groß," sagte Braun. Trotz der aktuellen Probleme bleibe die Stammkundschaft der Druckerei treu. Der Insolvenzverwalter führt momentan Gespräche mit möglichen Investoren.

Insolvenzantrag Ende September

Die Druckerei Georg Kohl hatte am 28. September 2010 einen Insolvenzantrag gestellt, wir berichteten. Grund für den Insolvenzantrag waren nach Angaben des Unternehmens die harten Wettbewerbsbedingungen der Druckbranche sowie ein starker Umsatzeinbruch im Sommer. "Wir spüren einen massiven Preisverfall", erklärte Geschäftsführerin Ulrike Hausmann. Einem "leicht schwachen" August sei ein "sehr schwacher" September gefolgt. Man habe den geplanten Umsatz in diesem Monat um 15 Prozent verfehlt.

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