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Georg Kohl GmbH: Vorläufiges Insolvenzverfahren eröffnet

Derzeit etwa 300 Mitarbeiter betroffen

Über das Vermögen der Georg Kohl GmbH in Brackenheim wurde am 28. September 2010 das Insolvenzverfahren eröffnet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Dr. Tibor Braun von der Rechtsanwaltskanzlei Illig, Braun & Kirschnek bestellt.

Grund für den Insolvenzantrag seien die harten Wettbewerbsbedingungen der Druckbranche sowie ein starker Umsatzeinbruch im Sommer. "Wir spüren einen massiven Preisverfall", erklärte Geschäftsführerin Ulrike Hausmann gegenüber der Heilbronner Stimme. Einem "leicht schwachen" August sei ein "sehr schwacher" September gefolgt. Man habe den geplanten Umsatz in diesem Monat um 15 Prozent verfehlt.

Derzeit seien etwa 300 Mitarbeiter von den Antrag betroffen, die auf einer Betriebsversammlung über die weiteren Maßnahmen informiert wurden. Die Produktion in Brackenheim wird nach Angaben des Unternehmens auch nach Eröffnung des vorläufigen Insolvenzverfahrens vollumfänglich fortgesetzt. Nach einem Bericht der Heilbronner Stimme äußerte sich der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Tibor Braun zuversichtlich: "Die ersten Eindrücke stimmen mich zuversichtlich, dass wir die Situation meistern können."

Das Unternehmen versteht sich als Dienstleister im Bereich Datenmanagement, Dialogmarketing, RFID und Formulare. Im Herbst 2008 hatte sich die Georg Kohl Gruppe im Zuge einer "strategischen Neuausrichtung" vom Bereich Bogenoffsetdruck am Standort Brackenheim verabschiedet und sich auf die oben genannten Geschäftsfelder konzentriert. Damals wurden 160 von knapp über 500 Stellen gestrichen und der Produktionsstandort in Mertingen geschlossen.

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