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Geschäftslage besser, Erwartungen zunehmend schlechter

BVDM-Konjunkturtelegramm: Die Druck- und Medienindustrie im November 2013
 
Konjunktur November 2013

Die repräsentative Umfrage innerhalb der Druckindustrie zeigt, dass die aktuelle Lage und die Erwartungen für die kommenden Monate immer mehr auseinander driften.

Die Druckunternehmer sind zunehmend mit ihrer Geschäftslage zufrieden, erwarten aber nicht, dass das so bleibt. Dies zeigt die monatliche repräsentative Umfrage bei etwa 300 Betrieben in Deutschland zur konjunkturellen Situation der Druckindustrie, ermittelt vom Münchner Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung. Ausgewählte Ergebnisse daraus gibt der Bundesverband Druck und Medien (BVDM) in seinem Konjunktur-Telegramm bekannt.

Für den November 2013 heißt es: "Der Anteil der Druckunternehmer, die ihre aktuelle Geschäftslage als befriedigend oder besser einstufen, ist auf 86 % gestiegen. Der Antwortsaldo liegt bei 24 % und damit so hoch wie seit Dezember 1991 nicht mehr. Gegenüber Oktober 2013 bedeutet dies eine Verbesserung um 17 Prozentpunkte. Es muss allerdings beachtet werden, dass der November einer der umsatzstärksten Monate der stark saisonabhängigen Branche ist. Aber auch im Vergleich zum Vorjahresmonat liegt der Antwortsaldo um 12 Prozentpunkte höher. Es bleibt abzuwarten, ob sich diese positive Tendenz fortsetzen wird.

Für das gesamte Verarbeitende Gewerbe wird ein Antwortsaldo von 15 % ausgewiesen. Die Druckindustrie hat somit einen höheren Antwortsaldo, was jedoch an der im Vergleich zum Verarbeitenden Gewerbe stärker ausgeprägten Saisonalität liegen dürfte. Das Geschäftsklima für das kommende Quartal erreicht wie im Vormonat einen Antwortsaldo von –3 %. Gegenüber November 2012 entspricht das einem Plus von 6 Prozentpunkten.

Für die kommenden sechs Monate haben sich die Aussichten verschlechtert. Der Antwortsaldo zu den Geschäftserwartungen liegt im November 2013 bei –27 %. Der Anteil der Druckunternehmer, die eine Verbesserung erwarten, liegt bei 8 %. Eine Verschlechterung erwarten dagegen 35 %. Im November 2012 wurde die künftige Geschäftslage mit –28 % annähernd gleich eingeschätzt. Auch hier spielt die Saisonabhängigkeit der Druckindustrie eine Rolle. Die Monate im Frühjahr und Sommer sind – abgesehen vom Ostergeschäft – tendenziell umsatzschwach."

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