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Gläubigerversammlung stimmt Insolvenzplänen der RT-Gruppe zu

Betrieb der Mainzer Druckerei seit Mitte Juli stillgelegt
Dr. Christian Heintze

Dr. Christian Heintze

Die Leipziger RT-Gruppe, nach eigenen Angaben Deutschlands größter Reprografie-Dienstleister, macht weiter. Die Unternehmen Reprotechnik Beteiligungsgesellschaft mbH und RT Reprotechnik.de GmbH – für die Dr. Christian Heintze als Geschäftsführer im März 2011 Insolvenzanträge gestellt hatte – seien saniert, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Gläubigerversammlung habe am 8. September den Insolvenzplänen zugestimmt. Sie sehen die Aufhebung der Insolvenzverfahren bis zum 31. Oktober 2011 vor. 

Die Gesellschafter der RT Gruppe hatten Dr. Heintze im März 2011 zum neuen Geschäftsführer mehrerer Unternehmen der Gruppe ernannt. Nachdem er die Insolvenzanträge gestellt hatte, ordnete das zuständige Amtsgericht die Insolvenz in Eigenverwaltung an. Dabei gehen wesentliche Pflichten des Insolvenzverwalters auf den Geschäftsführer über. Dr. Heintze führte in den vergangenen Monaten diverse Restrukturierungs- und Sanierungsmaßnahmen durch. Es arbeiten jetzt noch rund 210 Mitarbeiter an 28 Standorten. Zuvor waren es etwa 250 Mitarbeiter an 30 Standorten gewesen.
Nicht mehr zum aktiven Teil der Unternehmensgruppe gehören die Print-64 Druckwerkstätten GmbH (Norderstedt), die RT Druckwerkstätten GmbH (Mainz) und die Pavlu Kopie-Druck-Repro GmbH (Wien).

Die Norderstedter Druckerei, die nun wieder Print-64 GmbH heißt, war nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1. Juni von der Schweizer Holding The Photo Company AG (Sarnen) übernommen worden. Ihr gehören auch die Firmen Grieger Bild+Medienservice (Ostfildern), Alstercolor Bildproduktion (Hamburg) und Gigant Print Works Bildproduktion (Berlin). Geschäftsführer der Holding wie auch der Tochterfirmen ist der Fotograf David Cuenca.

Der Betrieb der RT Druckwerkstätten GmbH (Mainz) wurde Mitte Juli 2011 stillgelegt „nachdem die Aufträge ausgegangen waren“, so Insolvenzverwalter Michael Schnoor (Kanzlei Pluta, Leipzig). Man habe keinen Interessenten finden können, der das Unternehmen als Ganzes übernehmen wollte. Zuletzt waren hier noch 20 Mitarbeiter tätig.

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