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Global Graphics übernimmt Hamburger Schriftenhersteller URW++ Design & Development

Ziel sind ein kombiniertes Angebot aus Harlequin-Rip-Technologie und URW-Schriften sowie die Ausdehnung der Geschäfte
 

Globald Graphics hat den Schriftenhersteller URW übernommen.

Der Softwareentwickler Global Graphics hat den Hamburger Schriftenhersteller URW++ Design & Development (URW) übernommen. URW gestaltet und entwickelt digitale Schriften. Bereits seit Jahren sind die Unternehmen Partner im Büromarkt. Durch das Wachstum in diesem Bereich habe sich nun die Chance für ein kombiniertes Angebot aus der Harlequin-Rip-Technologie und den URW-Schriften geboten. Dank der Übernahme könne zudem das Geschäft von URW von der weltweiten Infrastruktur von Global Graphics profitieren.

Wie Global Graphics erklärt, hat URW bereits vor 40 Jahren die Technologie und die Tools für die Herstellung digitaler Outline-Schriften erfunden. So gelte URW‘s Ikarus-System zur Gestaltung und Produktion von digitalen Schriften, das seit 1975 entwickelt wird, noch heute als Standard in diesem Bereich. Zusätzlich zur Lizenzierung der eigenen Schrift-Bibliotheken für den Grafikdesign-Markt entwickelt URW exklusive Schriften für Unternehmen und zählt dabei Marken wie General Motors, Mercedes Benz und Siemens zu seinen Kunden. Im letzten Jahrzehnt hat URW das Geschäft für „Global Fonts“ ausgebaut, zu denen vor allem auch nicht-lateinische Schriften gehören.

Angaben zur Akquisition

Der Gesamtbetrag für die Akquisition werde sich laut Global Graphics voraussichtlich auf rund 4,2 Mio. Euro belaufen. 2,0 Mio. Euro davon würden durch neu erstellte Stammaktien von Global Graphics SE abgedeckt, 2,2 Mio. Euro aus vorhandenen Barmitteln. 0,2 Mio. Euro seine eine bedingte Zahlung, die erst 2016 fällig werde.

Insgesamt werden nach Aussage des Unternehmens 925.926 neue Stammaktien ausgegeben. Damit steigt die Zahl der emittierten Aktien von 10.289.781 auf 11.215.707. Dies werde zu einer Verwässerung von 8,26% führen. Vorbehaltlich des Finanzabschlusses der Übernahme, rechne Global Graphics nach Aussage von CEO Gary Fry aber mit einem positiven Beitrag zum EBITA im laufenden Geschäftsjahr.

Die Entwicklung des Schriftenherstellers URW

In den drei Jahren 2012, 2013 und 2014 hat URW nach eigenen Angaben durchschnittliche jährliche Einnahmen in Höhe von 2,9 Mio. Euro und einen durchschnittlichen Gewinn vor Steuern von 0,9 Mio. Euro pro Jahr erwirtschaftet. Für das Geschäftsjahr bis 31. Dezember 2014 zeigt der vorläufige geprüfte Geschäftsabschluss von URW Einnahmen in Höhe von 3,0 Mio. Euro und einen Gewinn vor Steuern in Höhe von 1,2 Mio. Euro. Die Bruttovermögenswerte von URW am 31. Dezember 2014 betrugen 2,0 Mio. Euro, davon 1,2 Mio. Euro in bar. Aus diesem Betrag erhielten die bestehenden Aktionäre vor der Akquisition eine Dividende in Höhe von 0,5 Mio. € für den Gewinn des Jahres 2014.
URW ist international tätig. Die Einnahmen für 2014 kamen, wie der Hersteller erklärt, zu 53 % aus Deutschland, zu 10 % aus dem restlichen Europa, zu 33 % aus den USA und zu 4 % aus dem Rest der Welt. URW soll weiterhin als eigenständiges Unternehmen unter der Leitung von Peter Rosenfeld fungieren, jedoch als hundertprozentige Tochtergesellschaft von Global Graphics SE.

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