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Großbuchbinderei H. Wennberg: Amtsgericht bestätigt Sanierung in Eigenverwaltung

Zwei Abteilungen sollen geschlossen werden / Unternehmen will Insolvenzverfahren bereits im November abschließen
 

Dr. Holger Leichtle, Fachanwalt für Insolvenzrecht, unterstützt als vorläufiger Sachverwalter die H. Wennberg GmbH bei ihrem Vorhaben der Sanierung in Eigenverwaltung.

Im Insolvenzverfahren der Großbuchbinderei H. Wennberg in Vaihingen/Enz gibt es Neuigkeiten: Das Amtsgericht Heilbronn hat am Montag das Sanierungsverfahren eröffnet und die Eigenverwaltung bestätigt. Somit kann die Geschäftsführung auch weiterhin das Unternehmen eigenständig leiten. Seit dem Insolvenzantrag im April dieses Jahres seien bereits zahlreiche Restrukturierungsmaßnahmen umgesetzt worden. Dennoch müssten im Zuge der Schließung zweier Abteilungen rund 20 Stellen abgebaut werden – 100 Arbeitsplätze der Stammbelegschaft sollen erhalten bleiben.

Die Bestätigung der Eigenverwaltung durch das Amtsgericht sei ein großer Vertrauensbeweis seitens der Gläubiger und des Gerichts, wie Geschäftsführer Martin Wennberg erklärt. Gleichzeitig stelle es aber auch eine Verpflichtung dar, zu einer Sanierungslösung zu kommen, die die Interessen aller Beteiligten gleichermaßen berücksichtige.
In den vergangenen Wochen hat die Wennberg GmbH nach eigener Aussage zahlreiche Restrukturierungsmaßnahmen umgesetzt und auf die anhaltend schwierigen Marktbedingungen reagiert. „Wir haben mit dem Betriebsrat einvernehmlich vereinbart, dass wir den Großteil der vorhandenen Arbeitsplätze in der Stammbelegschaft sichern werden. Etwa 100 Arbeitsplätze bleiben erhalten“, berichtet Wennberg. Die Entlassung von rund 20 Mitarbeitern sei jedoch nicht zu vermeiden, da "das Marktumfeld auch in den kommenden Monaten von sinkenden Preisen und Auflagenrückgängen gekennzeichnet sein wird".

Um die Großbuchbinderei schon heute so auszurichten, dass sie auf künftige Herausforderungen reagieren kann, sollen zwei Abteilungen geschlossen werden, "die nicht zum Kerngeschäft zählen, die vorhandenen Kapazitäten im Kerngeschaft Klebenindung aber nicht wesentlich verringern". Den Mitarbeitern, die dadurch ihren Arbeitsplatz verlieren, soll der Wechsel in eine Transfergesellschaft angeboten werden, die die Arbeitnehmer auffange, weiterqualifiziere und weitervermittle.
Insgesamt sieht Wennberg die Bemühungen um eine dauerhafte Sanierung auf einem guten Weg. „Wir haben keine Auftragsverluste und liegen bei unseren wirtschaftlichen Daten genau im Plan“, so Wennberg. In den kommenden Wochen werde er zusammen mit seinen Beratern sowie dem vom Gericht bestellten Sachwalter Dr. Holger Leichtle von Schultze & Braun weiter an dem Sanierungskonzept arbeiten. „Unser Ziel ist es, dass wir bis zum Herbst unseren Partnern einen mit allen Beteiligten abgestimmten Insolvenzplan vorlegen und im November bereits das Verfahren wieder verlassen können“, sagt Wennberg.

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