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Gruner+Jahr verkauft Berliner Zeitungen an Holtzbrinck-Verlag

Financial Times bleibt im Verlag

Das Hamburger Verlags- und Druckereihaus Gruner+Jahr will im Rahmen einer strategischen Neuausrichtung aus dem Regionalzeitungsgeschäft in Deutschland aussteigen und hat aus diesem Grund seine Berliner Zeitungsaktivitäten an die Stuttgarter Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck verkauft. Künftig wolle sich der Verlag wieder auf das Kerngeschäft der Zeitschriften und Druckereien konzentrieren und seine Marktführerschaft in diesem Bereich ausbauen, teilte Gruner und Jahr am Mittwoch mit. Zu dem Zeitungsgeschäft von Gruner+Jahr in Berlin gehören die »Berliner Zeitung«, das Boulevard-Blatt »Berliner Kurier«, das Stadtmagazin
»Tip« und das Anzeigenblatt «Berliner Abendblatt». Verkauft werden sollen auch die Anteile am Internet-Portal »Berlin
Online« sowie eine Druckerei. Als überregionale Zeitung nicht von dem Verkauf betroffen ist die »Financial Times«. Bei Holtzbrinck bestätigte man den Erwerb, betonte jedoch, das die Übernahme noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch das Kartellamt stehe. Eine Fusion der »Berliner Zeitung« und des »Tagesspiegel« sind laut dem für die Zeitungen zuständigen Geschäftsführer Michael Grabner nicht geplant: »Durch den selbständigen Fortbestand des Tagesspiegel und der Berliner Zeitung wird die publizistische Vielfalt in der Hauptstadt aufrechterhalten und weiterentwickelt.« Gruner+Jahr teilte weiter mit, dass der Verlag außerdem »ohne Zeitdruck« Gespräche über die Zukunft seiner Regionalzeitungsgruppe in Dresden führe. Diese umfasst die »Sächsische Zeitung« und die »Sächsische Morgenpost«.

Gruner+Jahr http://www.guj.de

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