Weiterempfehlen Drucken

Gugler baut Kapazitäten mit neuer Druckhalle und neuem Maschinenpark aus

Plus-Energie-Gebäude spiegelt den Ökologie-Gedanken des Druckunternehmens wider
 

Gugler-Projektleiter Hannes Scheer, die Bauherrin und -herren Reinhard, Elisabeth und Ernst Gugler, POS-Architektin Ursula Schneider gemeinsam mit Melks Bürgermeister Thomas Widrich beim Spatenstich für das neue Plus-Energie-Gebäude des Druckdienstleisters.

Der österreichische Druck- und Mediendienstleister Gugler baut am Firmenstandort in Pielach bei Melk (Österreich) eine neue Druckhalle. Damit erweitert das Unternehmen seine Produktionsflächen um 1.500 m² und auf danach ingesamt 2.400 m². Das Besondere an dem neuen Gebäude: es wird auf Basis des Plus-Energie-Standards erbaut und soll nach Firmenangaben das erste Gebäude weltweit sein, das von der deutschen Umweltforschungsagentur Epea mit dem Siegel "Cradle to Cradle inspired" ausgezeichnet wird. Mit dem neuem Gebäude investiert Gugler auch in einen neuen Maschinenpark.

Das neue Produktionsgebäude auf Plus-Energie-Standard wird mit einer ganzen Reihe an umweltfreundlichen, ökologischen Ein- und Vorrichtungen ausgestattet sein und folgende Merkmale aufweisen:

  • 142 kWp Photovoltaikanlage zur Eigenversorgung mit Strom durch Sonnenkraft 
  • es werden mehr als 30 Prozent Recyclingmaterialien verbaut
  • Einsatz von 96 Prozent wiederverwertbaren Produkten
  • Verwendung von natürlichen Baumaterialen wie Holz, Zellulose und Glas
  • Gebäudedämmung durch Zellulose aus eigenen Cradle-to-Cradle-Papierabfällen
  • Die Abwärme der Druckmaschinen wird im Winter zum Heizen verwendet.
  • Eine Indoor-Pflanzenkläranlage für Grauwasser soll die Abwässer filtern.
     
     

    Planungsansicht: so soll die neue Druckhalle (rechts) aussehen.

Die neue Druckhalle, das zukünftige Herzstück der Druckproduktion bei Gugler, basiere auf einer Holzriegelkonstruktion; gebrauchte Druckplatten dienen als Fassadenverblechung. Auf Styropor werde verzichtet, stattdessen komme Glasschaum und Multipor (Ytong) zum Einsatz.

Der ökologische Leitgedanke soll sich in allen Bereichen widerspiegeln

Nach dem Abschluss der Bauarbeiten verfügt Gugler Print über rund 2.400 m² Produktionsfläche. Die neue Druckhalle soll zudem mit einem Maschinenpark neuester Generation ausgestattet werden. Die bisherige Produktionshalle soll künftig für die Weiter- und Endverarbeitung genutzt werden, zum Adressieren, Kleben, Kuvertieren, Rillen, Falzen, Sammelheften und für die Druckveredelung in Handarbeit. Durch den Ausbau der Produktionsfläche und -technik will das Unternehmen seinen Kunden künftig ein noch besseres Preis-Leistungsverhältnis bieten können. Wie Reinhard Gugler, Leiter von Gugler Print, erklärt, brauche man den Platz, um ergonomisch und effizient arbeiten zu können. Zudem könne man mit Hilfe des neuen Plus-Energie-Gebäudes den Anteil an Cradle-to-Cradle-Druckprodukten steigern.

Auch das Umfeld für die Druckerei-Mitarbeiter soll verbessert werden. So sorge künftig eine über den Hausbrunnen gespeiste Umluftkühlung, die gleichzeitig CO2 einspart, für ein gesundes Klima im Unternehmen. Ein gesundes Arbeiten soll auch die Bioküche und ein Naturgarten ermöglichen, in dem zwischendurch entspannt werden kann.

Im Frühjahr 2017 soll der erste Teil des auf mehrere Jahre angelegten Bauprojekts, die neue Produktionshalle, abgeschlossen sein.

Anzeige

Firmen-Suche

Leserkommentare

Noch keine Kommentare. Geben Sie den Ersten ab!

Markt & Management

Papyrus plant für 2018 Eröffnung eines neuen Logistikzentrums

Papiergroßhändler will Serviceangebot für Papierspezialitäten verbessern

Der Papiergroßhändler Papyrus Deutschland (Ettlingen) investiert in ein neues Logistikzentrum in Köln-Niehl, um die logistische Infrastruktur gegenüber dem bisherigen Standort in Köln-Rodenkirchen zu optimieren. Gleichzeitig soll auf diese Art und Weise das Serviceangebot für Papierspezialitäten verbessert werden, und dies für Kunden in ganz Europa.

» mehr

Druck&Medien Awards 2016: After-Show-Party

Jetzt NEU

Die print.de-Karte der wichtigen Branchenkontakte

Mehr Details zu den einzelnen Anbietern in Ihrer aktuellen Ausgabe des Deutschen Druckers unter Service/Das Branchenverzeichnis A-Z
mehr

Top-Themen

Geschäftsführer Christian Aumüller (Aumüller Druck) hinterfragt den ökologischen Sinn von Forstwirtschaftszertifikaten für Druckereien.

"Fürs FSC/PEFC-Zertifikat werden Druckereien ordentlich gegängelt!"

Am Rande eines Interviews mit „print.de“ über das Engagement der Industriedruckerei Aumüller Druck in Regensburg in Sachen betrieblicher Umweltschutz berichtete Geschäftsführer Christian Aumüller über seine jahrelangen Praxiserfahrungen mit der FSC/PEFC-Zertifizierung und hinterfragt deren Sinnhaftigkeit für die Druckindustrie.
mehr

Ganz so unbedeutend ist die Druckbranche gar nicht

Wenn das Geschäft einer Druckerei nicht mehr auskömmlich ist, hört man immer wieder dieselben Begründungen: „Das Internet macht uns das Leben schwer.“ Oder: „Wegen des ruinösen Preiskampfes haben wir keine Chance.“ Warum solche negativen Statements der Printbranche nicht gerecht werden und warum Zeitschriften als Premiumprodukte auch häufiger als alle zwei Monate erscheinen können, erläutert Bernhard Niemela, Geschäftsführer Deutscher Drucker.
mehr

Aktuell bei Top 10

Die 10 besten Schriften 2016

Das sind die 10 besten Schriften des Jahres 2016 – zumindest wenn es nach der britischen Type Foundry "HypeForType" geht. Das britische Versandhaus für Schriften hat die aus seiner Sicht besten Schriften des vergangenen Jahres gekürt.
mehr

Druck&Medien Awards 2016 – Get-together und Dinner

CGI – So sieht die Zukunft der Bildbearbeitung aus

Umfrage

Gibt es in Ihrem Unternehmen Sport- und Gesundheitsangebote für Mitarbeiter?

Jetzt abstimmen

Kommentare

Services

Bitte warten...