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Gute Aussichten für Buchbinderei H. Wennberg

Gläubiger stimmen Insolvenzplan ohne Gegenstimme zu
 

Der Sanierung von H. Wennberg fallen auch 22 Arbeitsplätze zum Opfer. Für die betroffenen Mitarbeiter wurde eine Transfergesellschaft gegründet.

Die H. Wennberg GmbH steht kurz vor dem Abschluss ihres Sanierungsverfahrens in Eigenverwaltung. Bei einem Abstimmungstermin, der am 22. Dezember 2015 vor dem Amtsgericht Heilbronn stattfand, votierten die Gläubiger des Vaihinger Unternehmens einstimmig für den Insolvenzplan, den die Geschäftsführung, Sanierungsberater Jochen Sedlitz von Menold Bezler sowie Sachwalter Holger Leichtle von Schultze & Braun in den vergangenen Monaten ausgearbeitet haben.

Der Plan sieht eine überdurchschnittliche Quote für die Gläubiger sowie den Erhalt von 100 Arbeitsplätzen und des Standortes Vaihingen/Enz vor. "Dass sich keiner der Gläubiger gegen den Insolvenzplan ausgesprochen hat, ist ein wichtiger Vertrauensbeweis für unser Unternehmen und zeigt uns, dass es richtig ist, dass wir weitermachen", sagt Geschäftsführer Martin Wennberg. "Das war allerdings nur durch das effektive und vertrauensvolle Zusammenspiel aus Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten, Geschäftsführung und Gesellschaftern möglich." Wennberg habe während des Sanierungsverfahrens stets unter Volllast produziert. "Alle Kunden haben zu uns gehalten. Wir wurden von niemandem im Stich gelassen und wir haben selbst niemanden im Stich gelassen."

Der Insolvenzplan finanziert sich demnach aus Überschüssen des Unternehmens, einem namhaften Beitrag der Altgesellschafter sowie dem möglichen Einstieg eines namhaften Brancheninvestors. "Die Gespräche über eine Beteiligung an der H. Wennberg GmbH sind sehr weit fortgeschritten und stehen kurz vor dem Abschluss. Mit Hilfe dieses Investors wird es uns möglich sein, das Unternehmen, den Standort und die Arbeitsplätze dauerhaft zu sichern – und das trotz des weiter schwierigen Branchenumfeldes", so Wennberg.

"Insgesamt ist das ein sehr gutes Ergebnis für das Unternehmen, die Mitarbeiter und die Gläubiger", fasst Sachwalter Holger Leichtle seine Sicht auf das Verfahren zusammen. "Die H. Wennberg GmbH hat sich aus eigener Kraft saniert und bleibt ihren Kunden damit als wichtiger Partner in der Herstellung von Katalogen und Zeitschriften erhalten. Der strategisch wichtige Einstieg des Investors legt die Grundlage für eine dauerhafte Verbindung zwischen H. Wennberg und den Kunden in einem hochgradig schwierigen Markt, der weiter von Überkapazitäten und daraus resultierendem Preisverfall gekennzeichnet ist.

Neben mehreren leistungswirtschaftlichen Sanierungsmaßnahmen wie einer Straffung von Prozessen im Unternehmen und Verbesserungen bei den Produktionsabläufen gehört auch der Abbau von 22 Arbeitsverhältnissen zum Sanierungskonzept. "Ein solcher Wegfall von Arbeitsplätzen schmerzt immer und die Entscheidung dazu fällt einem nicht leicht. Dennoch ist es der richtige Weg, um den verbleibenden Mitarbeitern eine bessere Perspektive bieten zu können", sagt Martin Wennberg. "Gleichwohl haben wir auch versucht, den Betroffenen die unter diesen Umständen bestmögliche Perspektive für den Übergang in neue Arbeitsverhältnisse zu bieten."

Die H. Wennberg GmbH finanziert deshalb eine Transfergesellschaft, in die die betroffenen Arbeitnehmer wechseln können. Dort erhalten sie weiterhin Gehalt und werden gleichzeitig weiterqualifiziert und bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz unterstützt. "Mehrere unserer ehemaligen Mitarbeiter haben auf diese Weise bereits eine neue Stelle gefunden", berichtet Wennberg, "das freut uns sehr."

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