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Halbjahreszahlen: Die Heidelberger Druckmaschinen AG liegt im Plan

Umsatz, Ergebnis und Auftragseingang liegen wie erwartet über den Vorjahreswerten
 

Die Halbjahreszahlen der Heidelberger Druckmaschinen AG liegen wie vom Konzern geplant über den Vorjahreswerten.

Die Heidelberger Druckmaschinen AG hat das erste Halbjahr ihres Geschäftsjahres 2015/2016 (1. April bis 30. September) plangemäß abgeschlossen. Wie der Druckmaschinenhersteller bekannt gab, lagen sowohl Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis über den Vorjahreswerten. Besonders die Übernahme der europäischen Printing Systems Group (PSG) sowie Währungseffekte hätten sich positiv auf den Umsatz ausgewirkt. Mit den vorliegenden Halbjahreszahlen sei der Konzern optimistisch, die angestrebten Jahresziele zu erreichen.

Der Konzernumsatz hat sich nach Angaben des Unternehmens nach sechs Monaten auf 1,162 Mrd. Euro (Vorjahr: 996 Mio. Euro) erhöht. Darin enthalten seien 68 Mio. Euro positive Währungseffekte. In allen Regionen außer Eastern Europe (stabil) habe der Umsatz gesteigert werden können. Der Auftragseingang verbesserte sich im Berichtszeitraum auf 1,323 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,167 Mrd. Euro). "Wir liegen zur Halbzeit des laufenden Geschäftsjahres im Plan, unsere angestrebten Jahresziele zu erreichen“, sagte Dirk Kaliebe. „Wie in den Vorjahren erwarten wir in der zweiten Jahreshälfte einen weiteren Anstieg bei Umsatz und Ergebnis.“

Auch das operative Ergebnis sei im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr gestiegen. So habe das EBITDA ohne Sondereinflüsse bei 79 Mio. Euro (Vorjahr: 53 Mio. Euro) und das EBIT ohne Sondereinflüsse bei 43 Mio. Euro (Vorjahr: 19 Mio. Euro) gelegen. Beides habe von der Übernahme der PSG in Höhe von rund 19 Mio. Euro profitiert, dem im Vorjahr ebenfalls ein Ertrag von 18 Mio. Euro aus der Gallus-Transaktion gegenüber stand.

Steigerungen habe es auch im Segment Heidelberg Services gegeben. Hier lag man laut Konzern bereits zum Halbjahr auf Zielkurs, die geplante EBITDA-Marge von 9 bis 11 Prozent zu erreichen. Der für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres erwartete und saisonal typische Anstieg des Umsatzvolumens sowie die positiven Effekte der Effizienzmaßnahmen sollen im zweiten Halbjahr wie geplant in zunehmendem Umfang zu Ergebnisverbesserungen im Segment Heidelberg Equipment führen, um die EBITDA-Zielmarge von 4 bis 6 Prozent zu erreichen. Heidelberg plane im Segment Service und Verbrauchtsmaterielien in Zukunft weitere Zukäufe. Mittelfristig rechne man damit, rund 50 Prozent des Konzernumsatzes mit Service und Verbrauchsmaterialien zu erzielen.

Sichtbar gemacht hätten sich unter anderem die Fokussierung des Forschungs- und Entwicklungsbudgets auf den Bereich Digitaldruck – hier gewann das Unternehmen unter anderem kürzlich ein deutsche Start-up-Unternehme aus der Nahrungsmittelbranche für seine Entwicklung im Bereich des 4D-Drucks; außerdem soll auf der drupa im kommenden Jahr eine industrielle Bogen-Digitaldruckmaschine vorgestellt werden. Und auch im Bereich Bogendruckmaschinen arbeite man weiter an den Effizienzmaßnahmen, die vor allem im zweiten Halbjahr die Profitablität des Geschäftsbereichs verbessern sollen. Eine weitere Strukturmaßname sei mit dem Umzug der Hauptverwaltung und des Print Media Centers Commercial nach Wiesloch-Walldorf abgeschlossen worden. Dadurch sollen die Prozesse künftig beschleunigt und die jährlichen Betriebskosten reduziert werden. Zusammen mit dem Print Media Center Packaging soll in Wiesloch-Walldorf das laut Heidelberg weltweit größte Vorführzentrum für den Akzidenz- und Verpackungsdruck in der Industrie entstehen. Der Verkauf der freien Verwaltungsliegenschaften in Heidelberg sei vertraglich fixiert und werde voraussichtlich im Laufe des Geschäftsjahres ertragswirksam.

Nach der abgeschlossenen Refinanzierung des Kreditrahmens sank das Finanzergebnis zum Halbjahr auf minus 30 Mio. Euro (Vorjahr: minus 33 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Steuern habe sich von minus 32 Mio. Euro im Vorjahr auf minus 8 Mio. Euro verbessert. Das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich deutlich auf minus 14 Mio. Euro nach minus 42 Mio. Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Der Free Cashflow lag im Berichtszeitraum mit minus 30 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres (minus 30 Mio. Euro), wie Heidelberg berichtet.

Vor dem Hintergrund der derzeitigen Auftragsentwicklung strebt Heidelberg im laufenden Geschäftsjahr 2015/2016 ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 2 bis 4 Prozent an. Das Unternehmen rechne damit, dass der Umsatzanteil in der zweiten Jahreshälfte höher ausfallen werde als in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres.

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