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Heidelberg: Beteiligung an Softwarehersteller Neo 7even

Bündelung der Digital- und Softwareaktivitäten in einem Geschäftsbereich – Software soll in den Druckerei-Workflow Prinect integriert und von Heidelberg mit vertrieben werden
 

Mit der Beteiligung am Softwarehersteller Neo 7even rundet Heidelberg sein bestehendes Angebot in einem zukunftsträchtigen Marktsegment ab und eröffnet Anwendern die Möglichkeit, im Bereich des Multi Channel Publishing neue Geschäftsoptionen zu erschließen. Von links: Sascha Brandhorst, Geschäftsführer der Neo 7even GmbH, und Christopher Berti, Leiter Produktmanagement Prinect bei Heidelberg, im Rahmen der Vertragsunterzeichnung.

Wie die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) meldet, beteiligt sich der System-Spezialist für die Druckindustrie an dem deutschen Softwarehersteller Neo 7even mit Sitz in Siegen. Mit dem Investment will das Unternehmen ins Wachstumssegment Multi Channel Publishing einsteigen. Ziel ist es, mit der Software von Neo 7even Druckereien neue Geschäftsoptionen zu eröffnen, indem diese ihren Kunden künftig verstärkt medienneutrale Publishing-Dienstleistungen, zum Beispiel Print und Online, anbieten können. Das neue Angebot ist eng mit dem Druckerei-Workflow Prinect von Heidelberg verbunden und soll schrittweise in diesen integriert werden.

Damit bietet Heidelberg Druckereien eine Lösung, die die medienneutrale Aufbereitung von Daten (Multi Media Asset Management) ermöglicht: Mit der Software von Neo 7even können Anwender alle Daten eines Projektes in einem neutralen Format zentral in einer Datenbank speichern und auf unterschiedlichen Medienkanälen einheitlich ausgeben (Multi Channel Publishing). Eventuelle Änderungen müssen nur an einer Stelle im System vorgenommen werden, was die Grundvoraussetzung für ein effizientes und kostengünstiges Multi Channel Publishing ist.

Der Softwarehersteller Neo 7even mit 50 Mitarbeitern und Sitz in Siegen ist spezialisiert auf die Entwicklung, den Vertrieb sowie die Implementierung von Multi-Channel-Publishing-Systemen. Die Software wurde bisher neben der grafischen Industrie vor allem in Branchen wie dem Handel angeboten. 

Der Vertrieb in der grafischen Industrie soll durch die Heidelberg-Beteiligung künftig ausgebaut werden. Dazu will Heidelberg ab sofort schrittweise mit der internationalen Einführung und dem Vertrieb des bestehenden Portfolios von Neo 7even inklusive der Anbindung an den eigenen Druckerei-Workflow Prinect beginnen. Neo 7even will darüber hinaus den bestehenden Kundenstamm mit den bekannten Ansprechpartnern weiterhin in allen Märkten unterstützen.

Im Zuge des Ausbaus des Digital- und Softwaregeschäfts bündelt Heidelberg die Aktivitäten in diesem Bereich: So wird das Softwareangebot rund um den Druckerei-Workflow Prinect mit dem bereits bestehenden Geschäftsbereich Digital unter der Leitung von Jason Oliver zusammengelegt. Die neue organisatorische Ausrichtung soll auch die kürzlich vereinbarte Zusammenarbeit mit Fujifilm vorantreiben, so Heidelberg gegenüber der Presse. Hier wird der Schwerpunkt vor allem auf innovativen Produkten auf Basis von Inkjet-Technologien für den Digitaldruckmarkt liegen. Dazu sollen gemeinsam mit Fujifilm „zukunftsweisende Digitaldrucklösungen als Ergänzung zum Heidelberg-Offset-Angebot für den industriellen Verpackungs- und Werbedruck entwickelt und vertrieben werden“, wie die Heidelberger ankündigen.

Die Heidelberg-Führungsriege unter Vorstandschef Dr. Gerold Linzbach sieht das Digitalgeschäft als sehr vielversprechenden Wachstumsmarkt für Heidelberg an. Um den eigenen Anteil daran weiter auszubauen, investieren die Heidelberger in neue Geschäftsanwendungen und kooperieren mit passenden Partnern. „Gleichzeitig haben wir jetzt alle dazu relevanten Bausteine innerhalb des Unternehmens zusammengefasst, um noch zielgerichteter handeln zu können“, so Linzbach weiter. „In Summe schätzen wir das Umsatzpotenzial für Heidelberg im Digitalgeschäft bestehend aus Druckmaschinen, Verbrauchsmateriealien und passender Software innerhalb der nächsten drei Jahre auf dann jährlich über 200 Mio. Euro”, wie Linzbach abschließend betont.

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