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Heidelberg-Chef: „Wir sind heiß auf die Drupa!“

Deutsche Hersteller verteidigen Marktführerschaft
 

Heidelberg-Chef Bernhard Schreier (rechts) und KBA-Chef Claus Bolza-Schünemann verbinden große Hoffnungen mit der Drupa 2012.

Große Ereignisse werfen große Schatten voraus: Bei einer Pressekonferenz des VDMA traten mehrere Firmenchefs der deutschen Zulieferindustrie auf und gaben einen Ausblick auf die bevorstehende Drupa. Nach „vier kalten Wintern“ (Kolbus-Chef Kai Büntemeyer) kommt die Drupa „genau zur richtigen Zeit“ (Heidelberg-Chef Bernhard Schreier).

Nachdem der Auftragseingang der Zulieferindustrie im Zeitraum Dezember 2012 bis Februar 2012 um elf Prozent niedriger lag als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, erhoffen sich die Aussteller von der Leitmesse, dass sich der Investitionsstau auflöst. „Die ganze Branche wartet mit Spannung auf die Drupa“, fasste Dr. Markus Heering, Geschäftsführer des Fachverbandes Druck- und Papiertechnik im VDMA, die Stimmung seiner Verbandsmitglieder zusammen. Drupa-Präsident Bernhard Schreier: „Wir sind heiß auf die Drupa!“
 
Die führende Stellung der deutschen Drucktechnik ist nach wie vor beeindruckend. Nach den neuesten VDMA-Zahlen hatten die Bogenoffsetdruckmaschinen der heimischen Hersteller 2011 einen Anteil am Welthandel von 57,2 Prozent. Japan als nächstgrößtes Exportland erreichte 18,6 Prozent. Nicht ganz so marktbeherrschend sieht es bei den Rollenoffsetdruckmaschinen aus. Hier betrug der deutsche Weltmarktanteil 38,3 Prozent. Auf Platz zwei folgte die USA mit 12,4 Prozent Marktanteil.
 
Einig waren sich alle Redner, dass das weltweite Druckvolumen von über 400 Mrd. Euro in Zukunft noch weiter steigen wird. Wie stark sich dabei der derzeitige 10-Prozent-Anteil des Digitaldrucks entwickeln wird, ist noch nicht absehbar. KBA-Vorstandsvorsitzender Claus Bolza-Schünemann ist sich jedenfalls sicher: „Aus der anfänglich nicht immer gesunden Konkurrenz beider Verfahren wird zunehmend eine sinnvolle Koexistenz zum Wohle des Gedruckten und der Branche werden.“ In einigen Segmenten, so zum Beispiel im Bücherdruck, ist der Anteil der digital gedruckten Produkte bereits stark gestiegen. „Die Befürchtung, das Buch könnte von elektronischen Medien verdrängt werden, ist völlig unbegründet“, meint Kai Büntemeyer. Im Gegenteil: Der Kolbus-Chef geht davon aus, „dass im Jahr 2025 weltweit dreimal so viele Bücher hergestellt werden wie im Jahr 2010. Die daran beteiligten, bis dahin überlebenden oder neu gegründeten Unternehmen werden jedoch eine Produktivität pro Mitarbeiter aufweisen, die 50 Prozent höher liegt als heute.“

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