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Heidelberg: Erstmals seit 2007/08 wieder mit Nachsteuergewinn zum Halbjahr 2017/18

Operatives Ergebnis (Ebitda) von 45 Mio. auf 60 Mio. Euro verbessert – Subskriptionsmodell mit Komplettangebot aus Maschine, Services, Verbrauchsgütern und Software eingeführt
 

Heidelberg hat zum Halbjahr 2017/18 einen Nachsteuergewinn erwirtschaften können.

„Weitere Fortschritte bei der operativen und strategischen Weiterentwicklung“ hat die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) im 1. Halbjahr 2017/18 (1. April bis 30. September 2017) nach eigenen Angaben gemacht. So konnte die Profitabilität „deutlich verbessert werden“, sodass erstmals seit dem Geschäftsjahr 2007/08 wieder ein Nachsteuergewinn von +0,3 Mio. Euro zum Halbjahr erzielt wurde, wie das Unternehmen bei der Vorlage der jüngsten Halbjahreszahlen betont.

Laut Heidelberg verlief das erste Halbjahr im Geschäftsjahr 2017/18 „operativ wie geplant.“ Trotz negativer Währungseffekte von 18 Mio. Euro und der gezielten Reduzierung des Gebrauchtmaschinenhandels lag der Umsatz nach sechs Monaten mit 1,054 Mrd. Euro annähernd auf dem Vorjahresniveau von 1,072 Mrd. Euro. Der Auftragseingang im Nach-Drupa-Jahr lag mit 1,234 Mrd. Euro unter dem Vorjahreswert (Halbjahr 1 2016/17: 1,408 Mrd. Euro). Der Auftragsbestand lag bei 630 Mio. Euro nach drupa-bedingt höheren 765 Mio. Euro zum 30. September 2016. Die Profitabilität wurde gegenüber den Vorjahreswerten erhöht. Das Ebitda ohne Restrukturierungsergebnis stieg nach zwei Quartalen von 45 Mio. Euro auf 60 Mio. Euro. Nach Einkommens- und Ertragsteuern lag das Ergebnis nach Steuern mit +0,3 Mio. Euro um 28 Mio. Euro über dem Vorjahr (–28 Mio. Euro). Mit Maßnahmen zur Effizienzsteigerung strebt das Unternehmen im Geschäftsjahr 2017/18 eine Ebitda-Marge in einer Bandbreite von 7 bis 7,5 Prozent an. Der Nachsteuergewinn soll gegenüber dem Vorjahr inklusive eines weiter verbesserten Finanzergebnisses moderat steigen, wie es heißt.

Die Nachfrage nach digital gedruckten Verpackungen und Etiketten ist ungebrochen. Für diese Märkte bietet Heidelberg digitale Etikettendruckmaschinen von Gallus. Auf der im September 2017 in Brüssel veranstalteten Labelexpo Europe habe man „zahlreiche Bestellungen für die neue Gallus Labelfire“ registriert. Stark engagiert ist das Unternehmen auch im industriellen Digitaldruck. Das Engagement soll weiter ausgebaut werden. So wurde im Berichtszeitraum auch die erste industrielle digitale Verpackungsdruckmaschine „Primefire“ ausgeliefert. Weitere Kundeninstallationen folgen laut Heidelberg in Kürze. Der Serienstart dieser Digitaldrucksysteme ist planmäßig für Anfang 2018 vorgesehen. Hier ist das Unternehmen nach eigenen Angaben für zwei Jahre bereits ausgebucht.

Darüber hinaus wurden auf der IAA im September 2017 Möglichkeiten zur Umsetzung kundenindividueller Designwünsche im Automobilinterieur durch den Einsatz der digitalen Maschinenreihe Omnifire präsentiert. Zudem hat Heidelberg im 2. Quartal die Pilotphase für die Einführung neuer Geschäftsmodelle gestartet. Dabei wird den Kunden in einem Subskriptionsmodell ein Komplettangebot aus Maschine, Services, Verbrauchsgütern und Software offeriert.

Hinsichtlich neuer Produktangebote, mit denen in den nächsten Jahren rund 50 Mio. Euro zusätzliche Umsätze generiert werden sollen, wurden in den letzten Wochen weitere Schritte eingeleitet: Der Bereich Heidelberg Industry ist in der Steuerungs- und Leistungselektronik für Industrie- und eMobilitäts-Anwendungen aktiv. Nachdem das Unternehmen bereits über Jahre als Zulieferer tätig war, werden nunmehr unter eigenem Namen Hochleistungs-Wallboxen und intelligente Ladekabel für Elektrofahrzeuge angeboten. Gemeinsam mit dem Berliner Technologie-Start-up „Big Rep“ wurde zudem eine neue großformatige 3D-Druck-Lösung entwickelt, die seit Oktober in der Serienproduktion ist.

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