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Heidelberg: Hedge-Fonds übernehmen Großteil des Commerzbank-Aktienpakets

Solche Fonds können ähnlich wie bei anderen Konzernen Druck auf Vorstand und Strategie ausüben

Nach Informationen der Financial Times Deutschland (FTD) sind nun auch Hedge-Fonds bei der Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) massiv eingestiegen. Sie übernahmen den Großteil des Pakets von knapp 8,6 Mio. Aktien, das die Commerzbank verkauft hat.
Deutschlands viertgrößte Bank hatte am Mittwoch den Anteilsverkauf zum Preis von 28 Euro je Aktie bekannt gegeben. Wie die FTD weiter berichtet, habe die Commerzbank durch den Verkauf ihres 10-%-Anteils bereits einen Buchgewinn zwischen 25 Mio. und 40 Mio. Euro erzielt.
Für Heidelberg nehme die Gefahr zu, dass Hedge-Fonds ähnlich wie bei anderen Konzernen Druck auf Vorstand und Strategie ausüben.
In der Wirtschaft werden »Hedge-Fonds«, also riesige Investmentgesellschaften, die im Gegensatz zu normalen Investmentfonds von der Finanzaufsicht kaum kontrolliert werden, gefürchtet. Denn egal, ob Kurse steigen oder fallen, die Fonds können vor allem dann Gewinne machen, wenn die Märkte sich bewegen.
Neuerdings drängeln sich Hedge-Fonds ins Private-Equity-Geschäft und steigen immer öfter direkt bei Unternehmen ein. Es gibt mehrere tausend Fonds, die insgesamt rund 1000 Mrd. Dollar verwalten. Die größten Fonds haben jeweils zweistellige Milliardenbeträge zur Verfügung.
Angeblich sind Hedge-Fonds im großen Stil auch bei Daimler-Chrysler eingestiegen und fordern dort die Aufgabe des Kleinwagens Smart. Und selbst bei der Commerzbank sind mittlerweile Hedge-Fonds beteiligt.
Die Bank war seit 1931 an Europas größtem Druckmaschinenhersteller beteiligt. Nun wurden rund 70% der Anteile an Hedge-Fonds veräußert. Dies sei bereits von einem Investmentbanker bei der Commerzbank bestätigt worden.
Damit habe die gefürchtete Branche auf einen Schlag etwa 7% an Heidelberg erworben. Die Namen der an der Transaktion beteiligten Hedge-Fonds sind bislang nicht bekannt.
Kritisch könnte es laut FTD für den Druckmaschinenhersteller werden, wenn auch andere Großaktionäre ihre Anteile an den Markt bringen. Schließlich gehören die Versicherer Allianz und Münchener Rück zu den Anteilseignern.
Einen Großteil der Anteile an Heidelberger Druck hält nach wie vor der frühere Mehrheitseigner RWE.

Heidelberger Druckmaschinen AG http://www.heidelberg.com

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