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Heidelberg: Mehr Aufträge, weniger Umsatz

Geschäftsentwicklung der Heidelberger Druckmaschinen AG im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2016/2017
 

Das erste Quartal der Heidelberger Druckmaschinen AG (Blick auf eines der Gebäude in Wiesloch-Walldorf) ist im Geschäftsjahr 2016/2017 von der Branchenmesse Drupa geprägt worden, wie Heidelberg meldet.

Wie erwartet sei das erste Quartal der Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) im Geschäftsjahr 2016/2017 (1. April 2016 bis 30. Juni 2016) von der Branchenmesse Drupa geprägt worden, wie Heidelberg aktuell meldet. Der Offsetdruckmaschinen-Hersteller mit strategischer Neuausrichtung konnte zum 30. Juni einen auf 804 Mio. Euro gestiegenen Auftragseingang verbuchen (zum Vergleich 1. Quartal 2015/2016: 703 Mio. Euro). Der Auftragsbestand als Indikator für die zukünftige operative Entwicklung des Konzerns sprang gegenüber dem Vorquartal (4. Quartal 2015/2016) um 67 Prozent von 460 Mio. Euro auf 768 Mio. Euro. Wie Heidelberg weiter berichtet, führte die übliche Kaufzurückhaltung im Vorfeld der Messe im 1. Quartal allerdings „erwartungsgemäß zu einem mit 486 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr rückläufigen Umsatz (Vorjahr: 563 Mio. Euro).“

Die aus dem Rückgang resultierenden fehlenden Deckungsbeiträge, Drupa-Kosten von rund 10 Mio. Euro und tarifbedingt höhere Personalkosten belasteten das Ergebnis in der Berichtsperiode wie erwartet, so Heidelberg weiter. Daher lag das Ebitda ohne Sondereinflüsse bei 1 Mio. Euro (Vorjahr: 46 Mio. Euro). Der Vorjahreswert enthielt noch einen positiven Einmaleffekt von 19 Mio. Euro aus der Erstkonsolidierung der übernommenen Printing Systems Group (PSG). Die Sondereinflüsse fielen mit -3 Mio. Euro nur noch gering aus (Vorjahr -15 Mio. Euro), das negative Finanzergebnis lag wegen der vorzeitigen Rückzahlung der Unternehmensanleihe 2011 leicht über dem Vorjahresniveau. Zum Quartalsende wies Heidelberg ein Ergebnis nach Steuern von -37 Mio. Euro (Vorjahr: -4 Mio. Euro) aus.

Der Free Cashflow verbesserte sich im Berichtsquartal trotz Auszahlungen für die Portfoliooptimierung und des notwendigen Aufbaus der Vorräte für die Drupa-Bestellungen von -35 Mio. Euro im Vorjahr auf plus 6 Mio. Euro.

Erstmalig war der breiten Öffentlichkeit auf der Drupa 2016 in Düsseldorf das neue Digitaldruckportfolio von Heidelberg unter dem Namen „Fire“ vorgestellt worden. Im Rahmen dessen hatte zum Beispiel die zusammen mit Fujifilm entwickelte Primefire 106 für den Verpackungsdruck Weltpremiere. Hier gab es laut Heidelberg Verkaufsabschlüsse in Europa, den USA, Brasilien, China und Japan. Als Lösung für den digitalen Werbedruck verkaufte der Hersteller auf der Drupa nach eigenen Angaben bereits die 1.000. Versafire. In Summe konnte Heidelberg von diesen Digitalsystemen allein während der Messe so viele Maschinen verkaufen wie im gesamten Geschäftsjahr 2014/2015. Für den stark wachsenden Etikettenmarkt bietet man zum Beispiel die Gallus Labelfire.

Im Bogenoffsetdruck waren von der Serie Speedmaster XL 106, der meist verkauften Heidelberg-Maschine während der Messe, die Varianten für den weiter wachsenden Verpackungsmarkt und lange Wendemaschinen besonders nachgefragt.

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