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Heidelberg: Neuausrichtung im Sinne der „digitalen Transformation“

Hersteller soll für die digitale Zukunft „fit“ gemacht werden – weitere Akquisitionen möglich – 3. Quartal: Ergebnis nach Steuern von 7 Mio. auf 18 Mio. Euro gesteigert
 

Der Eingangsbereich der Heidelberger Druckmaschinen AG in Wiesloch.

Die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) will ihre Organisation neu ausrichten, um die „digitale Transformation“ des Unternehmens weiter voranzutreiben und so in Zukunft die wachstumsstarken Kundensegmente mit den passenden Geschäftsmodellen adressieren zu können. Das gab Heidelberg bekannt. Künftig wird es eine Division geben, die auf neue Geschäftsmodelle abgestimmte digitale Technologien und Produkte entwickeln, produzieren und bereitstellen soll. In einer weiteren Division werden die entsprechenden Geschäftsmodelle konzipiert und vermarktet. Zudem wird das weltweite Vertriebs- und Servicenetzwerk noch stärker auf die digitalen Herausforderungen der Kunden ausgerichtet, wie es weiter heißt.

„Heidelberg goes digital. Wir machen das Unternehmen fit für die digitale Zukunft“, kündigt der neue Heidelberg-Vorstandvorsitzende Rainer Hundsdörfer an. „Dazu werden wir eigene neue Geschäftsideen entwickeln und umsetzen – uns aber auch über Akquisitionen in diesem Umfeld verstärken.“

Jetzt liegen auch die neuesten Zahlen nach dem beendeten dritten Quartal des Geschäftsjahres 2016/2017 vor. So geht Heidelberg davon aus, seinen Jahresgewinn wie geplant zu steigern. Vor diesem Hintergrund konnten im dritten Quartal (1. Oktober bis 31. Dezember 2016) das operative Ergebnis (Ebitda) sowie das Ergebnis nach Steuern gegenüber dem Vorjahresquartal weiter verbessert werden, wie die aktuell vorgelegten Zahlen ausweisen. Der Umsatz lag nach neun Monaten erwartungsgemäß noch unter Vorjahr.

Eine große Zahl von Bestellungen neuer Maschinen mit längeren Lieferzeiten, die auf der Branchenmesse Drupa 2016 präsentiert und in Auftrag gegeben wurden, soll planmäßig im vierten Quartal ausgeliefert werden; zudem wird der Serienstart dieser Produkte zum Geschäftsjahresende zu einem höheren Umsatz und Ergebnis als im Vorjahr führen, ist Heidelberg überzeugt.

Ergebnis nach Steuern in Q3 gesteigert

Umsatz und Ergebnis haben sich im dritten Quartal (Q3) im Vergleich zum Vorquartal des laufenden Geschäftsjahres weiter verbessert. So stieg der Umsatz gegenüber dem zweiten Quartal (586 Mio. Euro) auf 608 Mio. Euro an (Vorjahresquartalswert: 640 Mio. Euro). Nach neun Monaten lag er mit 1,680 Mrd. Euro aufgrund der Serienanläufe der Drupa-Neuheiten zum Ende des Geschäftsjahres noch unter Vorjahr (1,802 Mrd. Euro). Der Auftragseingang betrug im selben Zeitraum 1,990 Mrd. Euro (rund 4,5 Prozent über dem Vorjahreswert von 1,904 Mrd. Euro). Der Auftragsbestand lag mit 739 Mio. Euro rund 26 Prozent über dem Vorjahreswert (586 Mio. Euro). 

Das Finanzergebnis lag im Berichtszeitraum mit -42 Mio. Euro auf dem Wert des Vorjahres. Das Ergebnis nach Steuern konnte im Berichtsquartal auf 18 Mio. Euro gesteigert werden (Vorjahr: 7 Mio. Euro). Im Neumonatszeitraum erreichte es mit -10 Mio. Euro das Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums (-7 Mio. Euro).

Heidelberg hält an den Jahreszielen für 2016/2017 fest. Obwohl geplante Akquisitionen bislang nicht realisiert wurden, wird vor dem Hintergrund eines erwarteten starken Jahresschlussquartals ein leichtes Umsatzwachstum angestrebt, ebenso im Gesamtjahr weiterhin ein gegenüber dem Vorjahr moderat steigendes Ergebnis nach Steuern.

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Leserkommentare (2)

nicht Aktionär | Montag, 13. Februar 2017 09:26:03

Antwort

Die Börse handelt nicht immer rational, dass sollten Sie als Aktionär eigentlich wissen.

Aktionär | Donnerstag, 09. Februar 2017 18:46:02

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Wieso muss jede Nachricht positiv dargestellt werden, wenn sie es gar nicht ist. Ein Kursrutsch nach schwachen Zahlen an der Börse, aber hier alles positiv.

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