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Heidelberg: Noch kein Ende der Krise in Sicht

Staatliche Finanzhilfen stabilisieren das Unternehmen

Der größte Druckmaschinenhersteller der Welt steckt tief in der Krise und sieht kurzfristig keine Besserung: Als einer der ersten Empfänger eines Bürgschaftskredits der Bundesregierung konnte sich die Heidelberger Druckmaschinen AG anlässlich ihrer Bilanzpressekonferenz einer besonders großen Aufmerksamkeit der Medien erfreuen.
Die staatliche Unterstützung sichert Heidelberg die Finanzierung für die kommenden drei Jahre. Innerhalb dieses Zeitraums will sich das Unternehmen um die Neugestaltung seiner Kapitalstruktur kümmern.
Die Zahlen für das am 31. März zu Ende gegangene Geschäftsjahr 2008/2009 sind allerdings wenig erfreulich: Ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 249 Mio. Euro und ein Rückgang des Umsatzes um 18 Prozent (auf 2,999 Mrd. Euro) und des Auftragseingangs um 20 Prozent binnen Jahresfrist. Der Auftragsbestand hat sich innerhalb von nur sechs Monaten – vom 30. September 2008 bis 31. März 2009 – auf 650 Mio. Euro fast halbiert.
Die Aktionäre der Heidelberger Druckmaschinen AG sollen deshalb leer ausgehen: Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, dieses Jahr keine Dividende auszuschütten.
Besserung ist nach Ansicht des Heidelberg-Vorstandes nicht in Sicht: Aufgrund des deutlich gesunkenen Auftragsbestandes erwartet man für das Geschäftsjahr 2009/2010 »einen deutlichen Umsatzrückgang« – und »ein deutlich negatives Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit«. 1700 der geplanten 5000 zu streichenden Stellen sind bereits heute nicht mehr besetzt.
Um den Journalisten nicht ein falsches Bild der Branche an sich zu vermitteln, betonte Heidelberg-Vorstandsvorsitzender Bernhard Schreier, Gedrucktes in Werbung, Information und Verpackung werde »auch weiterhin gebraucht«. Die Produktstrategie des Unternehmens werde weiterverfolgt, weil sie richtig sei: Der Verpackungsdruck biete Marktpotential, außerdem will man den Service- und Verbrauchsmaterial-Bereich so ausbauen, dass er auch bei wieder wachsendem Umsatz für 25 Prozent der Erlöse des Unternehmens gut ist. Zudem soll – wie es sich auch alle anderen Druckmaschinenhersteller auf die Fahnen geschrieben haben – die Beratung von Druckunternehmen ausgebaut werden.

Heidelberger Druckmaschinen AG http://www.heidelberg.com

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