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Heidelberg: Verlust nach Steuern von 138 Mio. Euro

Abbau von weiteren 1.000 Stellen geplant

Die Heidelberger Druckmaschinen AG hat die vorläufigen Zahlen für das am 31. März 2003 abgeschlossene Geschäftsjahr 2002/2003 bekannt gegeben. Demnach verzeichnete der Druckmaschinenkonzern einen Verlust nach Steuern von 138 Mio. Euro nach einem Gewinn von 201 Mio. Euro im Vorjahr. Im Februar dieses Jahres hatte das Unternehmen noch mit einem Fehlbetrag zwischen 50 und 70 Mio. Euro gerechnet. Der Umsatz sank von 5 auf 4,1 Mrd. Euro.
»Wir befinden uns nach wie vor in einem schwierigen konjunkturellen Umfeld«, sagte Konzernchef Bernhard Schreier. Die Investitionsbereitschaft der Print-Medienindustrie bewege sich weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Vorstand mit weiterem Umsatzrückgang. Die schwache Nachfrage in den Schlüsselmärkten USA und Deutschland lasse keine Belebung erwarten. Daher werde das Unternehmen die bereits eingeleiteten Sparmaßnahmen um 80 Mio. Euro erweitern. Von den zuletzt 24.180 Arbeitsplätzen weltweit sollen weitere 1.000 gestrichen werden. Die Gespräche mit den zuständigen Gremien seien bereits in Vorbereitung. Auch weitere Standortschließungen würden geprüft. Bisher hatte Heidelberg das Restrukturierungsprogramm auf Einsparungen in Höhe von 200 Mio. Euro ausgelegt.
Die Entwicklung in den Regionen und Sparten verlief sehr unterschiedlich. Die Umsätze in Nord- und Südamerika, Europa sowie dem Nahen Osten seien stark geprägt durch die wirtschaftliche Unsicherheit und die daraus resultierende Investitionsschwäche. Erfreulich habe sich dagegen das Geschäft in Osteuropa entwickelt. Hier verzeichnete das Unternehmen einen Umsatzanstieg um 17 Prozent auf knapp 350 Mio. Euro. In der Region Asien/Pazifik habe sich das Umsatzniveau auf 900 Mio. Euro gehalten. Insbesondere China bezeichnete Heidelbeg als wichtigen Wachstumsmarkt.
In den Sparten Digital und Web (Rollenoffset) habe das Unternehmen im 4. Quartal den Break-Even erreicht. Über das Gesamtjahr gesehen habe sich das Geschäft in diesen beiden Sparten jedoch unbefriedigend entwickelt. Die Sparte Sheetfed (Bogenoffset) sei gegen Ende des Geschäftsjahres durch einen verschärften Wettbewerb in USA und Deutschland geprägt gewesen. Die Sparte Postpress habe die Integration von Idab Wamac International sowie der Geschäftsbereiche von Jagenberg vorangebracht.

Heidelberger Druckmaschinen AG http://www.heidelberg.com

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