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Heidelberg: Weniger Umsatz, aber besseres operatives Ergebnis

Bericht über das erste Quartal des Geschäftsjahres 2014/2015 (1. April bis 30. Juni 2014)
 

Blick auf die Halle 11 im Heidelberg-Werk Wiesloch-Walldorf.

Der Konzernumbau der Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) ist bereits im Gange und wird „konsequent fortgesetzt“, wie der Vorstand des Unternehmens im jüngsten Quartalsbericht darlegt. So stand zum Geschäftsjahresstart die Ankündigung der Portfoliostraffung im Produktbereich Postpress (Weiterverarbeitungsmaschinen) im strategischen Fokus, wie es weiter heißt. Hierdurch wird größtenteils ab 2015/2016 eine jährliche Ergebnisverbesserung von rund 30 Mio. Euro erwartet. 

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2014/2015 (1. April bis 30. Juni 2014) konnte das operative Ergebnis (EBITDA) gegenüber dem Vorjahr verbessert werden und fiel positiv aus, so Dr. Gerold Linzbach, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. Dies sei gelungen, obwohl die Umsatzentwicklung im Berichtszeitraum wie erwartet rückläufig war. Aufgrund eines höheren Auftragsbestands zum Ende des ersten Quartals geht das Unternehmen in den Folgequartalen von anziehenden Umsätzen aus.

Der Konzernumsatz bewegte sich im ersten Quartal mit 435 Mio. Euro „im Rahmen der Erwartungen“, lag jedoch rund 14 Prozent unter dem Vorjahresquartal (504 Mio. Euro). Ursächlich hierfür waren unter anderem erneute Währungsbelastungen und eine Abkühlung des Geschäfts in der Region Asia/Pacific. Die anderen Regionen bewegten sich beim Umsatz in etwa auf dem Vorjahresniveau. 

Sowohl EBITDA als auch EBIT wurden im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal erneut gesteigert. So fiel das EBITDA ohne Sondereinflüsse mit 6 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr (–2 Mio. Euro) positiv aus. 

Restrukturierung in vollem Gange

Heidelberg hatte vor knapp drei Wochen gemeldet, den Ausstieg aus margenschwachen Produktbereichen zu prüfen. Gedacht war hier vor allem an das Segment Postpress. Anfang August wurde dann die strategische Neuaufstellung im Bereich der Weiterverarbeitungsmaschinen (Postpress Commercial und Postpress Packaging) bekanntgegeben. In diesem Zusammenhang werden unter anderem Fertigungskapazitäten stillgelegt, die Entwicklung und Herstellung von Produkten und Lösungen künftig durch OEM-Partner erbracht, beziehungsweise Aktivitäten an Partner abgegeben. Insgesamt sind davon weltweit rund 650 Mitarbeiter betroffen. Durch diese Maßnahmen erwartet der Konzern größtenteils ab dem Geschäftsjahr 2015/2016 eine Ergebnisverbesserung von rund 30 Mio. Euro pro Jahr.

Bislang geht Heidelberg davon aus, im laufenden Geschäftsjahr 2014/2015 einen Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres zu erreichen. Dabei wird wie im Vorjahr auch damit gerechnet, dass der Umsatzanteil in der zweiten Jahreshälfte erneut höher ausfallen wird als in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres. 

Nach dem im Geschäftsjahr 2013/2014 erzielten positiven Jahresergebnis, will Heidelberg auch  für das Geschäftsjahr 2014/2015 „die operative Profitabilität weiter steigern, um sich dem mittelfristigen Ziel von mindestens 8 Prozent operativer Marge (gemessen am EBITDA) weiter anzunähern“, so Linzbach. 

Zum 30. Juni 2014 beschäftigte der Heidelberg-Konzern weltweit 12.454 Mitarbeiter, zuzüglich 493 Auszubildender (Vorjahr: 13.162, zuzüglich 507 Auszubildender).  

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