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Heidelberg bekommt europäische Fördergelder

Europäische Investitionsbank will Heidelberg-F&E beim Ausbau der Digitalisierung unterstützen
 

Heidelberg baut die Digitalisierung seines eigenen Portfolios aus.

Kaum hat Heidelberg seinen Schritt zum „digitalen Transformationsprozess“ bekannt gegeben, kommt (folgerichtig) die Nachricht, dass der Systemanbieter mit einem Darlehen von 100 Mio. Euro durch die Europäische Investitionsbank (EIB) unterstützt wird. Die Fördergelder beziehen sich auf die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten (F&E) der Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg), deren Schwerpunkte nun in der Digitalisierung, Software-Integration und im Ausbau des Digitaldruckportfolios liegen. Für das mehrjährige F&E-Programm stellt die EIB dem Unternehmen ein in Tranchen abrufbares Förderdarlehen mit einer Laufzeit von jeweils sieben Jahren zur Verfügung. Damit profitiert in Deutschland zum ersten Mal ein großes Unternehmen vom Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI), dem Herzstück der EU-Investitionsoffensive.

Die Neuausrichtung des großen Herstellers von Bogenoffset-Druckmaschinen wird durch die folgenden Worte von Dr. Gerold Linzbach, Vorstandsvorsitzender von Heidelberg, mehr als deutlich: „Wir sehen die digitalisierte und industriell aufgestellte Druckerei als Voraussetzung für künftig erfolgreiche Geschäftsmodelle in unserer Branche“, so Linzbach.

Die EIB-Finanzierung soll Heidelberg dabei helfen, seinen selbst gestellten Anspruch, die Digitalisierung der Branche vorantreiben zu wollen, besser erfüllen und die Wachstumssegmente Verpackung, Digital und Services weiter ausbauen zu können, wie vonseiten Heidelbergs weiter betont wird. Dabei gilt es zum einen, die gesamte Wertschöpfungskette der industriell arbeitenden Kunden zu integrieren, zu automatisieren und somit die Wettbewerbsfähigkeit der Druckereien zu erhöhen. Dazu arbeiten die Systeme mit den passenden Serviceleistungen künftig immer autonomer. Auf der anderen Seite sollen Kunden des Unternehmens durch neue Digitaldruckangebote die Möglichkeit erhalten, erweiterte Geschäftsmodelle umzusetzen.

Langfristiger Finanzierungsrahmen

So soll das EIB-Darlehen mit seinem langfristigen Fokus bis in das Jahr 2024 den Finanzierungsmix des Unternehmens nach den umfangreichen Refinanzierungsaktivitäten des vergangenen Jahres abrunden und die Entwicklungstätigkeit im Bereich der Digitalisierung unterstützen. Das EIB-Förderdarlehen hilft in den kommenden sieben Jahren dabei, „die F&E-Projekte im Bereich der Digitalisierung zu attraktiven Konditionen zu finanzieren“, ergänzt Dirk Kaliebe, Finanzvorstand von Heidelberg.

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