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Heidelberg erwartet negatives Betriebsergebnis im laufenden Geschäftsjahr

Weltweit sollen 2.500 Stellen gestrichen werden

Die Heidelberger Druckmaschinen AG erwartet für das laufende Geschäftsjahr (1. April 2008 bis 31. März 2009) erhebliche Umsatzeinbußen, ein deutlich schlechteres Betriebsergebnis (EBIT) sowie ein durch die Finanzmarktkrise und momentane Zinsentwicklung ebenfalls verschlechtertes Finanzergebnis. Einschließlich Restrukturierungsaufwand werde dies im laufenden Geschäftsjahr zu einem deutlichen Jahresfehlbetrag führen, teilte das Unternehmen mit.
Aufgrund der Unvorhersehbarkeiten der gegenwärtigen Finanzmarktkrise will Heidelberg entgegen früheren Ankündigungen keine quantifizierte Prognose für das laufende Geschäftsjahr abgeben. Für das folgende Geschäftsjahr 2009/2010 geht der Vorstand unter dem Eindruck der aktuellen Entwicklung zunächst nicht von einer Verbesserung aus.
In Folge des verstärkten Umsatz- und Ertragsrückgangs für das laufende und das kommende Geschäftsjahr will Heidelberg sein bereits bestehendes Maßnahmenpaket zur Kostensenkung erweitern und deren Umsetzung beschleunigen. Statt der bislang angekündigten Kostensenkungen in Höhe von 75 Millionen Euro würden damit insgesamt 150 bis 180 Millionen Euro des Gesamtpakets bereits auf das kommende Geschäftsjahr 2009/2010 entfallen. Weitere Maßnahmen im Folgejahr 2010/2011 sollen zu Gesamteinsparungen von rund 200 Millionen Euro führen.
Um dieses Ziel zu erreichen, will Heidelberg die Personalkapazität und Organisationsstrukturen in den Bereichen Produktion, Forschung und Entwicklung, in der Verwaltung und in der weltweiten Vertriebsorganisation anpassen. Kurzfristig werde zur sofortigen Kapazitätsanpassung Kurzarbeit angemeldet. Zur nachhaltigen Reduzierung der Kapazitäten und Strukturen sollen weltweit bis zu 2.500 der rund 20.000 Stellen abgebaut werden. Dabei wird es an den deutschen Standorten voraussichtlich auch zu betriebsbedingten Kündigungen kommen. Dafür sehe der im Jahr 2007 geschlossene Zukunftssicherungs-Tarifvertrag im Falle deutlich veränderter Marktbedingungen Regelungen zu Vorgehen und Umsetzung vor.
Mit diesem zusätzlichen Restrukturierungsbedarf werden sich die Gesamtkosten des nun ausgeweiteten Maßnahmenprogramms auf 130 bis 150 Millionen Euro erhöhen. In den Restrukturierungsbedarf eingerechnet sind auch die Rückstellungen aus dem jüngst für die Metallindustrie abgeschlossenen Tarifvertrag zur Altersteilzeit. Die Restrukturierungskosten werden voraussichtlich zum überwiegenden Teil bereits im Geschäftsjahr 2008/2009 anfallen.

Heidelberger Druckmaschinen AG http://www.heidelberg.com

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