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Heidelberg hat "wichtige Meilensteine auf dem Weg zu nachhaltiger Profitabilität erreicht"

Dr. Gerold Linzbach auf der Hauptversammlung der Heidelberger Druckmaschinen AG – China ist mit 16 % Anteil der umsatzstärkste Markt für Heidelberg
 

Der Vorstandsvorsitzende der Heidelberger Druckmaschinen AG, Dr. Gerold Linzbach, auf der Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2012/13 im Congress Center Rosengarten in Mannheim.

"Sind wir mit den Ergebnissen des letzten Jahres zufrieden? Unsere Antwort ist klar: Nein. Zufrieden werden wir nicht sein, bis wir unsere Ziele erreicht haben. Unsere Ziele sind nachhaltige Profitabilität und die Senkung der Verschuldung. Diese Ziele haben wir noch nicht erreicht. Erreicht haben wir aber wichtige Meilensteine auf dem Weg zu diesen Zielen", so Dr. Gerold Linzbach, Vorsitzender des Vorstands der Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg), auf der Hauptversammlung des Unternehmens gestern im Congress Center Rosengarten in Mannheim. Rund 1.750 Aktionäre hatten an der Heidelberg-Versammlung zum Geschäftsjahr 2012/2013 teilgenommen. Auf der nach der Hauptversammlung stattgefundenen konstituierenden Sitzung des neuen Aufsichtsrates wurde Robert Koehler (64) bis 2018 erneut zum Aufsichtsratsvorsitzenden von Heidelberg gewählt. 

Der Aufsichtsrat besteht nach der Satzung und dem Mitbestimmungsgesetz künftig nur noch aus zwölf Mitgliedern. Die Mitglieder der Anteilseignerseite waren entsprechend den Vorschriften des Aktiengesetzes von der Hauptversammlung zu wählen. Die sechs Mitglieder der Arbeitnehmervertreter wurden in einem separaten Verfahren nach dem Mitbestimmungsgesetz bereits vor der Hauptversammlung gewählt. Die neue Amtszeit beginnt mit Ende der Hauptversammlung am 23. Juli 2013.

"Vor fünf Jahren waren wir profitabel. Wir erzielten einen Umsatz von rund 3,7 Mrd. Euro mit rund 20.000 Mitarbeitern. Im Geschäftsjahr 2012/13 erzielten wir einen Umsatz von rund 2,7 Mrd. Euro mit rund 14.200 Mitarbeitern. Wir haben heute etwa 6.000 Mitarbeiter weniger als vor fünf Jahren. Der Abbau der Mitarbeiter ist uns schwer gefallen, war aber unvermeidlich. Die Aufrechterhaltung unserer globalen Präsenz und Sicherung von kritischem Know-how war alles andere als einfach", setzte Dr. Linzbach seine Rede an die Aktionäre fort.

Der Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr erreichte exakt 2,735 Mrd. Euro. Der Ebitda stieg von 90 Mio. Euro auf 111 Mio. Euro. Aufgrund der Sondereinflüsse und eines negativen Finanzergebnisses stand allerdings unter dem Strich kein Plus, sondern noch ein Minus. Der Fehlbetrag, der Verlust für das vergangene Geschäftsjahr, wurde zwar deutlich reduziert, betrug aber noch 110 Mio. Euro. 

Der Free Cashflow hingegen war trotz der Auszahlungen für die Restrukturierung nur leicht negativ. Ohne diese einmaligen Auszahlungen wäre er mit rund 44 Mio. Euro sogar deutlich positiv ausgefallen. Der Free Cashflow zeigt den Zufluss an Geldmitteln innerhalb des Jahres, die dem Unternehmen nach allen Ausgaben zur Verfügung stehen. "In den letzten vier Jahren ist es uns gelungen, sämtliche Ausgaben für Restrukturierung aus dem Free Cashflow zu bezahlen", wie Linzbach weiter betonte. Dadurch konnte die Nettoverschuldung mit rund 260 Mio. Euro auf niedrigem Niveau gehalten werden.

Im Hinblick auf die regionale Verteilung des Umsatzes rekapitulierte Linzbach, im Jahr 2000 hatten die Schwellenländer einen Anteil von 15 Prozent am gesamten Druckvolumen. 2015 wird 40 Prozent des Bogenoffsetvolumens aus den Schwellenländern stammen. Führend ist China. Das asiatische Riesenreich ist mit einem Anteil von 16 Prozent auch der umsatzstärkste Markt von Heidelberg, gefolgt von Deutschland. Die gesamte Region Asien/Pazifik ohne China hatte einen Anteil von 17 Prozent. Südamerika und Eastern Europe machen zusammen über 15 Prozent des Gesamtumsatzes aus. "Zusammenfassend muss man sagen, dass wir nur rund die Hälfte unserer Umsätze letztes Jahr noch in den westlichen Industrieländern und Nordamerika erwirtschaftet haben", wie Linzbach resümiert. "Unser Kundenportfolio erfasst ungefähr 15.000 Kunden, die wir aktiv betreuen und in einem CRM (Customer-Relationship-Management Programm) erfassen." 

Gewählte Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseignerseite: Robert J. Koehler, Wiesbaden (Vorsitzender des Vorstands der SGL Carbon SE, Wiesbaden); Edwin Eichler, Düsseldorf (selbstständiger Unternehmensberater mit der Firma Eichler M+B Consulting); Dr. Siegfried Jaschinski, Stuttgart (Mitglied des Vorstands der Main First Bank AG, Frankfurt); Dr. Herbert Meyer, Königstein/Taunus (selbstständiger Unternehmensberater); Lone Fønss Schrøder, Hornbaek, Dänemark (nichtgeschäftsführendes Mitglied in Verwaltungsorganen in- und ausländischer Gesellschaften); Prof. Dr.-Ing. Günther Schuh, Aachen (Universitätsprofessor und Inhaber des Lehrstuhls für Produktionssystematik an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen).

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