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Heidelberg korrigiert Prognose erneut

Analysten kritisieren Unternehmensführung – Aktie verliert deutlich an Wert

Mit einer erneuten »Gewinnwarnung« hat die Heidelberger Druckmaschinen AG eine Talfahrt ihrer Aktie ausgelöst. Wie das Unternehmen mitteilte wird die am 5. Februar 2008 für das Geschäftsjahr 2007/2008 herausgegebene Prognose für den Umsatz und das betriebliche Ergebnis (EBIT) »aufgrund des schwierigen Marktumfeldes« nicht erreicht werden. So bleibe der Umsatz drei Prozent hinter dem erwarteten Vorjahresniveau von 3,8 Mrd. Euro zurück. Auch das EBIT wird den angepeilten Wert von über 300 Mio. Euro nicht erreichen und stattdessen bei mindestens 260 Mio. Euro liegen.
Als Ursache für die rückläufigen Zahlen gibt Heidelberg die sinkenden Auftragseingänge vor der Drupa an, welche hinter den Erwartungen zurückgeblieben seien. Außerdem macht dem Unternehmen, wie auch den Konkurrenten MAN Roland und Koenig & Bauer, der schwache Eurokurs zu schaffen. Um zukünftig von solchen Währungsschwankungen unabhängiger zu sein, will Heidelberg sein Servicegeschäft nun weiter ausbauen. Zudem sollen die Produktion und der Einkauf außerhalb des Europaraums ausgeweitet werden. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, wird das Augenmerk verstärkt auf das chinesische Werk des Druckmaschinenherstellers gerichtet sein. Ein weiteres Werk in Asien oder im Dollarraum sei allerdings nicht in Planung.
Wie Heidelberg weiter mitteilte, sind auch Strukturanpassungen und Personalabbau geplant, sollte sich die negative Konjunkturlage nach der Drupa bestätigen. Über Details und Größenordnungen eines Personalabbaus sowie Restrukturierungen sei noch nicht entschieden, teilte ein Unternehmenssprecher der FAZ mit. Betriebsbedingte Kündigungen seien aufgrund des bis 2012 laufenden Beschäftigungssicherungsvertrages nicht möglich.
Analysten kritisierten die Unternehmensführung unterdessen angesichts der zweiten Prognosekorrektur, warfen ihr »mangelnden Weitblick vor« und nahmen Kaufempfehlungen zurück. Der Kurs der Heidelberg-Aktie sackte daraufhin in der Spitze um über zwölf Prozent ab.

Heidelberg Druckmaschinen AG http://www.heidelberg.com

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