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Heidelberg plant Abbau von Arbeitsplätzen um Profitabilitätsziele zu erreichen

Weltweit sollen 2 000 Stellen gestrichen werden

Bei Heidelberg sollen weltweit 2 000 Stellen gestrichen werden, um die Profitabilitätsziele zu erreichen.

Der Vorstand der Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) hat, wie im November 2011 angekündigt, das Programm „Fokus 2012“ zur Erreichung seiner Profitabilitätsziele verabschiedet. Wie das Unternehmen bekanntgab, sollen damit die im Geschäftsjahr 2013/14 angestrebten operativen Ergebnisse vor Sondereinflüssen von rund 150 Mio. Euro erreicht werden. Alle Maßnahmen des Programms werden Unternehmensangaben zufolge Auswirkungen auf die weltweiten Belegschaftszahlen von Heidelberg haben. Vorbehaltlich der Gespräche mit den Arbeitnehmervertretungen sollen weltweit bis zu 2.000 Stellen abgebaut werden.

Mithilfe von „Focus 2012“ sollen in den kommenden zwei Jahren die Kapazitäten und Kosten von Heidelberg „deutlich reduziert“ werden.  Nach Angaben von Heidelberg soll ein Großteil der Einzelmaßnahmen bereits kurzfristig im Kalenderjahr 2012 eingeleitet und umgesetzt werden. Insgesamt sollen im Geschäftsjahr 2013/14 Einsparungen in Höhe von rund 180 Mio. Euro realisiert werden. Die hierfür notwendigen Einmalaufwendungen würden in Abhängigkeit vom Ergebnis der Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern und weiteren Faktoren auf bis zu 150 Mio. Euro geschätzt.  

 Nach derzeitigen Planungen setze sich die Zahl des Stellenabbaus aus rund 1 200 inländischen Stellen in den Bereichen Produktion, Entwicklung, Verwaltung und Vertrieb sowie rund 800 Stellen im Ausland zusammen. Wie sich der Stellenabbau konkret auf die einzelnen Standorte auswirken wird, soll Gegenstand der kommenden Verhandlungen mit dem Betriebsrat werden. Am Standort Wiesloch/Heidelberg könnten nach Angaben von Bernhard Schreier 800 Stellen abgebaut werden.  Zum 31.12.2011 beschäftigte Heidelberg weltweit 15 666 Mitarbeiter (inkl. Auszubildende).

Des Weiteren teilte der Druckmaschinenhersteller die vorläufigen Ergebnisse des dritten Quartals mit: So lagen nach vorläufigen Berechnungen im Geschäftsjahr 2011/12 (1. Oktober bis 31. Dezember 2011)  der Auftragseingang mit rund 640 Mio. Euro und der Umsatz mit rund 630 Mio. Euro im Rahmen der abgeschwächten Erwartungen. Beim vorläufigen Auftragseingang unterschreitet Heidelberg den Vergleichswert aus dem Vorquartal (668 Mio. Euro), der vorläufige Umsatz liegt auf dem Niveau des Vorquartals (636 Mio. Euro). Das vorläufige betriebliche Ergebnis (EBIT) ohne Sondereinflüsse ist im dritten Quartal mit rund 2 Mio. Euro wiederum leicht positiv (Vorquartal: 5 Mio. Euro). Nach neun Monaten konnte Heidelberg trotz leicht rückläufigem Umsatz im Vergleich zum Vorjahr das betriebliche Ergebnis vor Sondereinflüssen auf minus 19 Mio. Euro verbessern (Vorjahr: minus 26 Mio. Euro). Damit plant das Unternehmen unverändert, im Gesamtjahr 2011/12 gegenüber dem Vorjahr ein spürbar verbessertes operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen zu erzielen. Der vorläufige Free Cashflow war im dritten Quartal mit minus 4 Mio. Euro annähernd ausgeglichen (Vorquartal: minus 12 Mio. Euro). Somit konnte die Nettoverschuldung weiterhin auf vergleichsweise niedrigem Niveau gehalten werden und beträgt zum Stichtag nahezu unverändert zum Vorquartal rund 275 Mio. Euro.

Wachstumschancen sieht Heidelberg durch eine fokussierte Ausrichtung auf Markttrends zur Drupa 2012. Im Kontext der strukturellen Änderungen im Medien- und Kommunikationsmarkt sei einerseits zu beobachten, dass etablierte Druckanwendungen, zum Beispiel im Zeitungs- und Zeitschriftenbereich der westlichen Welt, erhebliche Einbußen verzeichnen, dafür aber etwa im Verpackungsmarkt und bei Kleinauflagen sowie bei Print-on-Demand- und Web-to-Print-Produktionen deutliches Wachstum erwartet würde. Darüber hinaus wachse die Druckproduktion in den Schwellenländern. „Wir sind mit unseren Angeboten auf die Wachstumsfelder der Printmedien-Industrie ausgerichtet“, erklärte Schreier.

Weitere Einzelheiten und Erläuterungen zu den Zahlen des dritten Quartals des Geschäftsjahres 2011/12 wolle Heidelberg am 8. Februar 2012 veröffentlichen.

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