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Heidelberg schreibt weiter rote Zahlen

Umsatz geht im ersten Halbjahr um rund 31 Prozent zurück

Deutlich reduzierte Halbjahreszahlen hat die Heidelberger Druckmaschinen AG für die erste Hälfte des Geschäftsjahres 2009/2010 veröffentlicht.
Der Auftragseingang lag im zweiten Quartal (1. Juli bis 30. September) bei 534 Mio. Euro nach 550 Mio. Euro im Vorquartal. Mit rund 1,08 Mrd. Euro ging das Bestellvolumen gegenüber dem Vorjahreswert von 1,87 Mrd. Euro aber deutlich zurück.
»Bei den Auftragseingängen sehen wir mittlerweile eine Bodenbildung, ohne jedoch im laufenden Geschäftsjahr von einer deutlichen Erholung in den Folgequartalen auszugehen«, erläuterte der Heidelberg-Vorstandsvorsitzende Bernhard Schreier.
Im zweiten Quartal erreichten die Umsätze nur noch 499 Mio. Euro nach 514 Mio. Euro im ersten Quartal. Im ersten Halbjahr ging der Umsatz um rund 31 Prozent auf 1,01 Mrd. Euro zurück (Vorjahr: 1,46 Mrd. Euro).
Das betriebliche Ergebnis ohne Sondereinflüsse lag im zweiten Quartal bei minus 65 Mio. Euro (Vorjahr: minus 10 Mio. Euro). Kumuliert betrug das betriebliche Ergebnis nach zwei Quartalen minus 128 Mio. Euro nach einem Verlust im Vorjahr von 45 Mio. Euro. Bis zum 30. September sind laut Heidelberg Aufwendungen für Sondereinflüsse in Höhe von 11 Mio. Euro angefallen (Vorjahr: 40 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Steuern sank im ersten Halbjahr auf minus 147 Mio. Euro nach minus 95 Mio. Euro im Vorjahr.
»Alle Maßnahmen, unsere Kosten um jährlich rund 400 Mio. Euro zu senken, befinden sich in der Umsetzung«, betonte Heidelberg-Finanzvorstand Dirk Kaliebe. Dazu gehört auch der Stellenabbau: Zum 30. September 2009 beschäftigte Heidelberg weltweit 18.201 Mitarbeiter – das sind rund 2.400 Stellen weniger als Ende März 2008. Insgesamt sollen bis zum Ende des Geschäftsjahres 2010/2011 rund 4.000 Stellen wegfallen.
Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Heidelberg nicht mit einer Steigerung des Investitionsniveaus in der Druckindustrie. Im Gesamtgeschäftsjahr werde der Umsatz darum »noch einmal deutlich unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2008/2009 liegen«. Für das betriebliche Ergebnis ohne Sondereinflüsse geht das Management von einem Verlust zwischen minus 110 Mio. Euro und minus 150 Mio. Euro aus.

Heidelberger Druckmaschinen AG http://www.heidelberg.com

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