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Heidelberg sieht sich als Übernahmekandidat

Vorstand arbeitet an »Schubladenplänen« für erweitertes Maßnahmenpaket

Herber Kritik durch die Aktieneigner war Bernhard Schreier, Vorstandsvorsitzender der Heidelberger Druckmaschinen AG, auf der Hauptversammlung des Unternehmens am 18. Juli in Mannheim ausgesetzt. Der Maschinenhersteller hatte seine Prognose bereits wiederholt senken müssen und damit bei vielen Anlegern Vertrauen verspielt. »Dieses verloren gegangene Vertrauen wollen wir durch die konsequente Umsetzung unserer Strategie und des Maßnahmenprogramms zur Kostenreduzierung zurückgewinnen«, beteuerte Schreier. Der Aktienkurs war innerhalb von zwölf Monaten von ehemals 40 Euro auf 11,28 Euro eingebrochen. Angesichts dieser Situation sieht sich Heidelberg selbst als Übernahmeziel: »Es gucken viele drauf, jeder weiß, welche Substanz dieses Unternehmen hat«, so Schreier.
Ein weiterer Kritikpunkt war das angekündigte Maßnahmenpaket, welches von Analysten als »nicht agressiv genug« bezeichnet worden war. Schreier erklärt, das Restrukturierungsprogramm gegebenfalls ausweiten zu können. Sollten sich die Rahmenbedingungen zum Jahresende nicht deutlich verändern, würde das Unternehmen »eine Phase zwei des Maßnahmenpakets einleiten«, der Vorstand arbeite derzeit an »Schubladenplänen«.
Mit dem kürzlich angekündigten Maßnahmenpaket will Heidelberg bis 2010/2011 rund 100 Mio. Euro einsparen. Die Maßnahmen sehen auch die Streichung von weltweit 500 der 19 596 Stellen vor.

Heidelberger Druckmaschinen AG http://www.heidelberg.com

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