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Heidelberg steigert Umsatz und Ergebnis im zweiten Quartal

Umsatz im 2. Quartal mit 586 Mio. Euro deutlich über Quartal 1 – Nettoergebnis von 9 Mio. Euro erzielt (Vorjahr -9 Mio. Euro)
 

Die Heidelberger Druckmaschinen AG konnte Umsatz und Ergebnis im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorquartal des laufenden Geschäftsjahres „deutlich verbessern“.

Im zweiten Quartal (1. Juli bis 30. September 2016) ihres Geschäftsjahres 2016/2017 hat die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) das operative Ergebnis gegenüber dem Vorjahr „deutlich gesteigert und auch nach Steuern ein deutlich positives Ergebnis erzielt“, wie Heidelberg aktuell meldet. Die in diesem Jahr veranstaltete Branchen-Leitmesse Drupa hatte verschiedene Effekte: Nach den ersten sechs Monaten lag das Ergebnis „umsatzbedingt und aufgrund der Kosten für die Branchenmesse Drupa noch unter den Vorjahreswerten“, wie es weiter heißt. Auf der anderen Seite sorgte die Drupa für eine „deutliche Steigerung von Auftragseingang (etwa +6%) und Auftragsbestand (+19%).“

„Angesichts einer soliden Auftragslage sehen wir für die zweite Jahreshälfte erneut eine deutliche Umsatz- und Ergebnisverbesserung gegenüber dem ersten Halbjahr. Die Gesamtjahresziele haben damit unverändert Bestand“, betont Dirk Kaliebe, Finanzvorstand des Unternehmens.

Wie angekündigt konnten Umsatz und Ergebnis im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorquartal des laufenden Geschäftsjahres „deutlich verbessert“ werden. So stieg der Umsatz gegenüber dem ersten Quartal um 100 Mio. Euro auf 586 Mio. Euro an (Vorjahresquartalswert: 599 Mio. Euro). Zum Halbjahr lag er bei 1,072 Mrd. Euro (Vorjahreswert: 1,162 Mrd. Euro). Der Auftragseingang lag zum Halbjahr mit 1,408 Mrd. Euro rund sechs Prozent über dem Vorjahreswert (1,323 Mrd. Euro), der Auftragsbestand mit 765 Mio. Euro sogar rund 19 Prozent darüber (Vorjahr 644 Mio. Euro). Als Grund dafür gibt Heidelberg die „hohe Nachfrage auf der Drupa“ an. Damit verfügt der Hersteller über eine gute Ausgangsbasis für die erwartete deutliche Umsatzsteigerung im zweiten Halbjahr.

Sowohl Ebitda als auch Ebit konnten im Berichtsquartal gegenüber den Vorjahreswerten gesteigert werden. Nach sechs Monaten lagen diese Kennzahlen umsatzbedingt und aufgrund eines positiven Einmaleffekts von 19 Mio. Euro aus der Erstkonsolidierung der übernommenen PSG in der Vorjahresperiode sowie von Messekosten von rund 10 Mio. Euro noch unter den Vorjahreswerten. So konnte das Ebitda ohne Sondereinflüsse im zweiten Quartal auf 44 Mio. Euro gesteigert werden (Vorjahreswert: 33 Mio. Euro). Zum Halbjahr betrug der Wert 45 Mio. Euro (Vorjahreswert: 79 Mio. Euro). Die Sondereinflüsse fielen im Berichtsquartal mit -3 Mio. Euro geringer aus als im Vorjahr (-6 Mio. Euro). Zum Halbjahr betrugen diese -6 Mio. Euro (Vorjahreswert: -22 Mio. Euro). Das Finanzergebnis hat sich sowohl im zweiten Quartal als auch im Halbjahr gegenüber dem Vorjahr verbessert. Somit konnte im Berichtsquartal mit 9 Mio. Euro ein positives Ergebnis nach Steuern erzielt werden (Vorjahr: -9 Mio. Euro). In der Halbjahresbetrachtung lag es bei -28 Mio. Euro gegenüber -14 Mio. Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Ausblick

Aufgrund des Auftragseingangs und des gestiegenen Auftragsbestands hat Heidelberg die Jahresziele für 2016/2017 unverändert fest im Blick. Die Portfolioerweiterungen in sich dynamisch entwickelnden Märkten, mögliche Akquisitionen sowie die Branchenmesse Drupa werden den Umsatzverlauf im Geschäftsjahr 2016/2017 und in den kommenden Jahren wesentlich beeinflussen, ist Heidelberg überzeugt. Die Investitionsschwerpunkte in den Bereichen Digitalisierung, Digitaldruck und Services sollen zu einem durchschnittlichen Umsatzwachstum von bis zu 4 Prozent jährlich beitragen.

Trotz der Vorleistungen für den beschleunigten Ausbau des Digitalgeschäfts und des Servicegeschäfts soll zudem eine Ebitda-Marge vor Sondereinflüssen auf dem Niveau des Vorjahres erreicht werden. Gleichzeitig soll das Finanzergebnis durch die Senkung der Zinslast weiter verbessert werden. Damit strebt Heidelberg im Gesamtjahr ein gegenüber dem Vorjahr moderat steigendes Ergebnis nach Steuern an. Mittelfristig soll die Neuausrichtung von Heidelberg ein Wachstum des Konzernumsatzes um bis zu 4 Prozent pro Jahr auf rund 3 Mrd. Euro ermöglichen, wie es weiter heißt.

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