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Heidelberg steigert operatives Ergebnis

Druckmaschinenhersteller legt Zahlen für das 2. Quartal des Geschäftsjahres 2013/14 vor
 

Im 2. Quartal des Geschäftsjahres 2013/14 konnte Heidelberg Umsatz und Ergebnis steigern.

Die Heidelberger Druckmaschinen AG hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2013/2014 (1. Juli bis 30. September 2013) ihr operatives Ergebnis (EBITDA) im Vergleich zum Vorjahreswert deutlich gesteigert. Auch im Halbjahr weist das EBITDA in Summe einen verbesserten und positiven Wert aus. Die Nettofinanzverschuldung konnte aufgrund des positiven Free Cashflows leicht gesenkt werden. Und auch das Ergebnis nach Steuern hat sich im zweiten Quartal verbessert und rückt mit einem Minus von 9 Mio. Euro deutlich näher an die schwarzen Zahlen heran.

Der Konzernumsatz lag im zweiten Quartal 593 Mio. Euro, nach 697 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Dies lässt sich nach Konzernangaben aber mit einem Drupa-Effekt erklären. Gegenüber dem 1. Quartal (504 Mio. Euro) stieg der Umsatz wie erwartet um rund 18 % an. Im ersten Halbjahr 2013/2014 wurden mit 1.097 Mio. Euro rund 10 Prozent weniger Umsatz als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum (1.217 Mio. Euro) erzielt. Aufgrund der starken Abwertung einzelner wichtiger Auslandswährungen fielen allein im zweiten Quartal negative Währungseffekte in Höhe von 30 Mio. Euro, im ersten Halbjahr von insgesamt 42 Mio. Euro an. Gleichzeitig habe diese Währungsschwäche in Regionen wie Brasilien zu einer hohen Investitionszurückhaltung geführt.

Sämtliche Ergebniskennzahlen haben sich nach Konzernangaben im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum aufgrund nachhaltiger Einsparmaßnahmen aus Focus 2012 und der Maßnahmen zur Erhöhung der Margen wie erwartet verbessert. Das EBITDA ohne Sondereinflüsse stieg von 13 Mio. Euro im Vorjahresquartal auf 33 Mio. Euro im Berichtsquartal spürbar an. So konnte nach sechs Monaten mit 31 Mio. Euro ein klar positiver Wert erzielt werden, nach -34 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit ( EBIT) ohne Sondereinflüsse fiel im zweiten Quartal mit 13 Mio. Euro ebenfalls positiv aus (Vorjahr: -7 Mio. Euro). Der Halbjahreswert wurde von -75 Mio. Euro im Vorjahr auf -7 Mio. Euro reduziert. 

Das Finanzergebnis betrug im zweiten Quartal -16 Mio. Euro (Vorjahr:  - 11 Mio. Euro), nach sechs Monaten -28 Mio. Euro (Vorjahr: -23 Mio. Euro). Das Vorjahr beinhaltete positive Einmaleffekte aus Steuererstattungszinsen.

Das Ergebnis vor Steuern war mit -3 Mio. Euro im Berichtsquartal nahezu ausgeglichen (Vorjahr: -35 Mio. Euro). Euro. Im ersten Halbjahr 2013/2014 verbesserte sich das Ergebnis vor Steuern deutlich von -120 Mio. Euro auf -36 Mio. Euro. Das Ergebnis nach Steuern belief sich im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres auf -9 Mio. Euro (Vorjahr: -31 Mio. Euro). Kumuliert verbesserte sich das Ergebnis nach Steuern somit im laufenden Halbjahr auf rund -47 Mio. Euro, nach -108 Mio. Euro im Vorjahr. 

Der Auftragseingang erreichte im zweiten Quartal einen Wert in Höhe von 614 Mio. Euro (Vorjahr: 667 Mio. Euro). Währungsbereinigt lag er mit 646 Mio. Euro auf dem Durchschnittsniveau der Vorquartale. 

Im ersten Halbjahr 2013/2014 wurden Auftragseingänge insgesamt von rund 1.257 Mio. Euro erzielt. Der im Vorjahreszeitraum höhere Auftragseingang von 1.558 Mio. Euro ist unter anderem auf die Drupa, die im ersten Quartal 2012/2013 stattgefunden hat, zurückzuführen. Der Auftragsbestand im Heidelberg-Konzern blieb zum 30. September 2013 mit 598 Mio. Euro im Vergleich zum Vorquartal (602 Mio. Euro) stabil. 



Der Free Cashflow zeigt weiterhin eine positive Entwicklung und betrug im zweiten Quartal 28 Mio. Euro. Damit verbesserte er sich gegenüber dem Vorjahresquartal aufgrund des gestiegenen Ergebnisses der betrieblichen Tätigkeit und der Mittelfreisetzung im Net Working Capital (Nettoumlaufvermögen) um rund 31 Mio. Euro. Nach sechs Monaten verbesserte er sich gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum sogar um 143 Mio. Euro auf 28 Mio. Euro. 

Als Folge konnte die die Nettofinanzverschuldung im Zwölfmonatsvergleich auf 239 Mio. Euro reduziert werden (Vorjahresquartal 357 Mio. Euro). Trotz weiterer Auszahlungen für Focus 2012 in Höhe von 12 Mio. Euro nahm die Verschuldung im Berichtsquartal dabei gegenüber dem 31. März 2013 (261 Mio. Euro) weiter ab.

"Die eingeleiteten Maßnahmen sowohl beim Asset- als auch beim Net-Working-Capital-Management, um die Nettofinanzverschuldung von Heidelberg wie geplant nachhaltig zu senken, zeigen zunehmend Wirkung", sagte Dirk Kaliebe, Finanzvorstand des Unternehmens. "Unsere Finanzierungsstruktur ist mit der erfolgreichen Begebung einer Wandelanleihe sowie unserer Anleihe, die bis April 2018 läuft, solide aufgestellt."
Die Mitarbeiterzahl ist zum 30. September 2013 sank dem Vorjahr planmäßig auf 13.616 (Vorjahresquartal: 14.745).

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