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Heidelberg stellt Produktion von Sammelheftern und Klebebindern ein

Standort Leipzig wird geschlossen, Müller Martini übernimmt Serviceaufgaben
 

Für bisher installierte Systeme wie den Heidelberg-Klebebinder Eurobind 1300/1300 PUR übernimmt künftig Müller Martini das Service- und Ersatzteilgeschäft.

Die Entscheidung ist gefallen: Die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) reduziert Fertigungskapazitäten und verringert somit das Portfolio im Bereich Weiterverarbeitungsmaschinen. Die Produktion von Sammelheftern und Klebebindern wird eingestellt, der Heidelberg-Standort Leipzig geschlossen.

Im Hinblick auf die Marktbedingungen sei die Eigenfertigung an den Heidelberg-Standorten in Deutschland nicht mehr wettbewerbsfähig, so das Unternehmen. Daher werden bis auf die Fertigung von Falzmaschinen am Standort Ludwigsburg die entsprechenden Kapazitäten stillgelegt.

Der Abbau der eigenen Kapazitäten führt zur Schließung des Standorts Leipzig und zu einer entsprechenden Verringerung der Belegschaft an den Standorten Ludwigsburg und Wiesloch-Walldorf. Insgesamt sind davon weltweit rund 650 Mitarbeiter betroffen. 

Im Bereich Postpress Commercial (Weiterverarbeitungsmaschinen für den Werbedruck) wird keine Vermarktung mehr durch Heidelberg erfolgen. Das Geschäft mit Schneidemaschinen der Firma Polar und Heidelberg-Falzmaschinen ist von den Maßnahmen nicht betroffen. Der Service der installierten Basis an nicht mehr weitergeführten Produkten wird von der Schweizer Firma Müller Martini übernommen. Diesbezüglich haben die Heidelberger Druckmaschinen AG und Müller Martini eine Einigung über die Übernahme des Servicegeschäfts für Heidelberg-Sammelhefter und -Klebebinder erzielt. Müller Martini übernimmt das weltweite Service- und Ersatzteilgeschäft sowie das gesamte Know-how der bis dahin in Leipzig produzierten Maschinen. 

Im Bereich Postpress Packaging (Weiterverarbeitungsgeräte für den Verpackungsdruck) erfolgt die Entwicklung und Herstellung von Produkten und Lösungen künftig durch den neuen chinesischen OEM-Partner Masterwork Machinery Co., Ltd. Vertrieb und Service sollen weiterhin von Heidelberg erbracht werden. 

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Leserkommentare (1)

Wuppertaler | Freitag, 08. August 2014 15:06:01

Anfang vom Ende

Heidelberger schrumpft sich kleiner, aber nicht gesund. Eine strategische Fehlentscheidung.

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