Weiterempfehlen Drucken

Heidelberg verstärkt Maßnahmen zur Kostensenkung: Abbau von bis zu weiteren 2500 Stellen beschlossen

Statt 200 Mio. Euro sollen 400 Mio. Euro bis 2011 eingespart werden

Angesichts der anhaltenden Nachfrageschwäche aufgrund der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise hat der Vorstand der Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) weitere Maßnahmen beschlossen, »um die Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit des Konzerns zu sichern«, wie Vorstandschef Bernhard Schreier am 26. März gegenüber der Presse ausführte. Bis zum Geschäftsjahr 2010/11 will Heidelberg durch diese Maßnahmen inklusive der bereits laufenden Programme Gesamteinsparungen von rund 400 Mio. Euro gegenüber dem Geschäftsjahr 2007/08 erzielen.
Im Anfang Februar 2009 vorgelegten Neun-Monats-Bericht (Geschäftsjahr 2008/2009) war Heidelberg noch von 200 Mio. Euro ausgegangen.
Die seit Herbst 2008 zu verzeichnende Investitionszurückhaltung hat sich auch im Jahr 2009 fortgesetzt. Gründe hierfür sind vor allem eine geringe Auslastung der Druckereien sowie die restriktive Kreditvergabe der Banken an die Kunden des Druckmaschinenherstellers. »Heidelberg muss davon ausgehen, dass der Auftragseingang des laufenden vierten Quartals 2008/09 unter 500 Mio. Euro und damit unter dem Wert des bereits schwachen Vorquartals liegen wird (Q 3: 560 Mio. Euro). Kurzfristig ist keine Besserung zu erwarten, so dass im nächsten Geschäftsjahr 2009/10 mit einem Umsatzrückgang im Jahresvergleich zu rechnen ist«, so Schreier weiter. Das Unternehmen plant daher eine weitere Senkung der Kapazitäten und Strukturkosten.
Die geplanten Maßnahmen umfassen eine weitere Reduktion der Personal- und Sachkosten bei Forschung und Entwicklung (F&E), in der Produktion und Verwaltung sowie im Vertrieb. Die Höhe der Investitionen wird verringert. Die Produktion der Packaging-Produkte wird im Hauptwerk Wiesloch-Walldorf konzentriert. Der überwiegende Teil der Einsparungen wird im Geschäftsjahr 2009/10 realisiert.
Um diese Einsparung zu erreichen, ist in etwa eine Verdoppelung der ursprünglich vorgesehenen Abbauzahl von 2500 Mitarbeitern geplant. Den Aufwand für die Kostensenkungsprogramme insgesamt beziffert das Unternehmen mit 170-190 Mio. Euro.
Heidelberg will die notwendigen Personalanpassungen auch durch betriebsbedingte Kündigungen realisieren. Deswegen kündigt der Hersteller den zuletzt im Oktober 2007 verlängerten Tarifvertrag zur Zukunftssicherung zum 30. Juni 2009.

Heidelberger Druckmaschinen AG http://www.heidelberg.com

Anzeige

Firmen-Suche

Leserkommentare

Noch keine Kommentare. Geben Sie den Ersten ab!

Markt & Management

Bobst: Vor 75 Jahren mit dem Bau von Faltschachtel-Klebemaschinen begonnen

Eine PCR382 wurde 1942 bei Zeiler (heute Limmatdruck Zeiler) in der Nähe von Bern (Schweiz) aufgestellt

In diesem Jahr ist es genau 75 Jahre her, dass Bobst mit der Entwicklung und Herstellung von Faltschachtel-Klebemaschinen für die Verpackungsbranche begonnen hat. Eine der ersten Maschinen, eine PCR382, war 1942 bei Zeiler in der Nähe von Bern (Schweiz) aufgestellt worden. Dieses Unternehmen agiert heute unter dem Namen Limmatdruck Zeiler als Teil der RLC Packaging Group, eines Verpackungsherstellers mit Sitz in Hannover und verschiedenen Werken in Europa.

» mehr

Druck&Medien Awards 2016: After-Show-Party

Jetzt NEU

Die print.de-Karte der wichtigen Branchenkontakte

Mehr Details zu den einzelnen Anbietern in Ihrer aktuellen Ausgabe des Deutschen Druckers unter Service/Das Branchenverzeichnis A-Z
mehr

Top-Themen

Geschäftsführer Christian Aumüller (Aumüller Druck) hinterfragt den ökologischen Sinn von Forstwirtschaftszertifikaten für Druckereien.

"Fürs FSC/PEFC-Zertifikat werden Druckereien ordentlich gegängelt!"

Am Rande eines Interviews mit „print.de“ über das Engagement der Industriedruckerei Aumüller Druck in Regensburg in Sachen betrieblicher Umweltschutz berichtete Geschäftsführer Christian Aumüller über seine jahrelangen Praxiserfahrungen mit der FSC/PEFC-Zertifizierung und hinterfragt deren Sinnhaftigkeit für die Druckindustrie.
mehr

Ganz so unbedeutend ist die Druckbranche gar nicht

Wenn das Geschäft einer Druckerei nicht mehr auskömmlich ist, hört man immer wieder dieselben Begründungen: „Das Internet macht uns das Leben schwer.“ Oder: „Wegen des ruinösen Preiskampfes haben wir keine Chance.“ Warum solche negativen Statements der Printbranche nicht gerecht werden und warum Zeitschriften als Premiumprodukte auch häufiger als alle zwei Monate erscheinen können, erläutert Bernhard Niemela, Geschäftsführer Deutscher Drucker.
mehr

Aktuell bei Top 10

Die 10 besten Schriften 2016

Das sind die 10 besten Schriften des Jahres 2016 – zumindest wenn es nach der britischen Type Foundry "HypeForType" geht. Das britische Versandhaus für Schriften hat die aus seiner Sicht besten Schriften des vergangenen Jahres gekürt.
mehr

Druck&Medien Awards 2016 – Get-together und Dinner

CGI – So sieht die Zukunft der Bildbearbeitung aus

Umfrage

Gibt es in Ihrem Unternehmen Betriebsferien im Sommer?

Jetzt abstimmen

Kommentare

Services

Bitte warten...