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Heidelberger Druckmaschinen: Aufwärtstendenz in der Branche erkennbar

Aktionären soll Kapitalerhöhung zur Verbesserung der Eigenkapitalstruktur vorgeschlagen werden

Die Heidelberger Druckmaschinen AG hat im Geschäftsjahr 2009/10 einen deutlichen Rückgang bei Umsatz und Ergebnis verzeichnet. Aufgrund der geringen Investitionsbereitschaft sank der Umsatz im Geschäftsjahr um 23 Prozent auf 2,306 Mrd. Euro (Vorjahr: 2,999 Mrd. Euro). Wie beim Auftragseingang konnte Heidelberg auch beim Umsatz einen deutlichen Anstieg in der zweiten Geschäftsjahreshälfte verzeichnen.
Insgesamt betrug das Bestellvolumen 2,371 Mrd. Euro und liegt damit rund 18 Prozent unter dem Vorjahreswert (2,906 Mrd. Euro). Eine Ausnahme bildet die Region Asia/Pacific. In China wurde das Bestellvolumen des Vorjahres um mehr als 50 Prozent übertroffen. In der zweiten Geschäftsjahreshälfte zeichnete sich insgesamt eine deutliche Markterholung ab. Der Auftragseingang erreichte mit 1,287 Mrd. Euro rund 19 Prozent mehr als im ersten Halbjahr.
Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit ohne Sondereinflüsse sank von minus 49 Mio. Euro im Vorjahr auf minus 130 Mio. Euro. Der Großteil des Verlustes fiel mit minus 128 Mio. Euro in der ersten Geschäftsjahreshälfte an, im zweiten Halbjahr war das betriebliche Ergebnis mit minus 2 Mio. Euro ohne Sondereinflüsse nahezu ausgeglichen. Insgesamt fielen im abgelaufenen Geschäftsjahr Sondereinflüsse für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 28 Mio. Euro an. Belastet durch gestiegene Finanzierungskosten und den Buchwertverlust aus der Veräußerung des Körperschaftsteuerguthabens sank das Finanzergebnis auf minus 127 Mio. Euro (Vorjahr: minus 119 Mio. Euro). Der Jahresfehlbetrag lag bei minus 229 Mio. Euro und hat sich damit gegenüber dem Jahresfehlbetrag im Vorjahr in Höhe von minus 249 Mio. Euro leicht verbessert.
Seit Anfang des Geschäftsjahres 2009/10 haben rund 2 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. Zum 31. März 2010 waren damit weltweit 16 496 Mitarbeiter bei der Heidelberg-Gruppe beschäftigt (Vorjahr: 18 926 Mitarbeiter). Bereinigt um Neukonsolidierungen sowie Auszubildende und inklusive Arbeitnehmerüberlassungen wurden insgesamt im Verlauf der letzten beiden Geschäftsjahre weltweit knapp 4 000 Stellen abgebaut – davon über 2 700 an den deutschen Standorten.
Heidelberg geht davon aus, dass sich die Branchenkonjunktur der Printmedien-Industrie in den kommenden Monaten weiter stabilisieren wird. Daher rechnet das Unternehmen für das laufende Geschäftsjahr 2010/11 mit einem moderaten Umsatzwachstum.
Zur Reduzierung der Finanzverbindlichkeiten und Verbesserung der Eigenkapitalstruktur der Gesellschaft hat der Vorstand der Heidelberger Druckmaschinen AG hat den Beschluss gefasst, der ordentlichen Hauptversammlung eine Bezugsrechtskapitalerhöhung mit einem Bruttoemissionserlös von rund 420 Mio. Euro vorzuschlagen. Ein entsprechender Antrag wird der ordentlichen Hauptversammlung am 29. Juli 2010 zur Beschlussfassung vorgelegt.

Heidelberger Druckmaschinen AG http://www.heidelberg.com

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