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Heidelberger Druckmaschinen: Höherer Umsatz im 2. Quartal, aber weiterhin rote Zahlen

Zahlen für das zweite Quartal 2012/13 veröffentlicht
 

Heidelberg hat die Zahlen für das zweite Quartal veröffentlicht: Verlust trotz höherem Umsatz im zweiten Quartal.

Die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) hat im zweiten Quartal des bis März 2013 laufenden Geschäftsjahres 2012/13 trotz eines Umsatzzuwachses weiter rote Zahlen geschrieben. Der Verlust nach Steuern betrug in den Monaten Juli bis September 30 Mio. Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Nach sechs Monaten steht damit ein Fehlbetrag von 104 Mio. Euro in den Büchern. Positiv zeigte sich die Umsatzentwicklung: Die Erlöse stiegen um knapp zehn Prozent auf 697 Mio.Euro. Der Auftragseingang lag mit 668 Mio. Euro auf Vorjahresniveau.

Mit 1,217 Mrd. Euro lagen die Umsatzerlöse nach dem ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres leicht über dem Vorjahresniveau (1,18 Mrd. Euro). „Die Branche entwickelt sich nach wie vor stabil, die Nachfrage nach unseren Produkten ist robust“, sagte Gerold Linzbach, Vorstandsvorsitzender von Heidelberg. „Der bisherige Verlauf im aktuellen Geschäftsjahr erfüllt uns mit Zuversicht, die angestrebten Ziele zu erreichen.“

Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) vor Sondereinflüssen war im zweiten Quartal mit 1 Millionen Euro leicht positiv und fiel im Quartalsvergleich deutlich besser aus (1. Quartal: minus 58 Mio. Euro). Mit minus 57 Mio. Euro lag das EBIT vor Sondereinflüssen zum Halbjahr aufgrund von Messe- und Produktanlaufkosten sowie fehlender Deckungsbeiträge aus dem geringen Umsatzniveau des ersten Quartals erwartungsgemäß unter dem Vorjahreswert (minus 21 Mio. Euro). Die Sondereinflüsse beliefen sich zum Halbjahr auf 22 Millionen Euro und resultieren überwiegend aus Aufwendungen im Rahmen des Sparprogramms Focus 2012.

Einsparungen werden wirksam

Trotz der Bemühungen wird Heidelberg auch in diesem Jahr rote Zahlen schreiben, bekräftigte das Unternehmen. Da sich die Umsätze aufgrund der Drupa weitgehend in die zweite Jahreshälfte verschieben, erwartet der Konzern ein deutlich positives Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit vor Sondereinflüssen. Rund ein Drittel der geplanten Einsparungen aus dem Sparprogramm von rund 180 Mio. Euro soll bereits im laufenden Geschäftsjahr zum Tragen kommen. Durch neue Rechnungslegungsvorschriften muss Heidelberg im kommenden Geschäftsjahr jedoch Erträge von geschätzten 25 bis 30 Millionen Euro umgliedern. Diese werden dann nicht mehr im operativen Ergebnis vor Sondereffekten verbucht, sondern im Finanzergebnis. Dies führt zu Belastungen.

Der Konzern will die Auswirkungen der Neubilanzierung auf das bisherige Ziel, im nächsten Geschäftsjahr ein Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit vor Sondereinflüssen von rund 150 Mio. Euro zu erreichen, so schnell wie möglich ausgleichen. Da das Ergebnis vor Steuern von der reinen Ausweisänderung nahezu unberührt ist, hat die bisherige Prognose, ein deutlich positives Vorsteuerergebnis und somit einen Jahresüberschuss zu erzielen, weiterhin Bestand, bekräftigte das Unternehmen.

Zum 30. September 2012 beschäftigte Heidelberg weltweit 14.745 Mitarbeiter (Vorjahr 15.782).

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