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Henkel übernimmt Haftschmelzklebstoff-Hersteller Novamelt

Kartellamt muss Übernahme noch zustimmen
 
Etiketten

Haftschmelzklebstoffe decken ein breites Spektrum unterschiedlicher Anwendungen bei selbstklebenden Etiketten und Klebebändern ab.

Die Henkel AG & Co. KGaA kauft den Klebstoffhersteller Novamelt GmbH. Darauf haben sich Mitte April die beiden Unternehmen geeinigt. Zu den finanziellen Details wurde Stillschweigen vereinbart haben. Die Akquisition steht unter dem Vorbehalt der Freigabe durch die Kartellbehörde.

Novamelt ist ein weltweit agierender Anbieter im Bereich Haftschmelzklebstoffe mit Hauptsitz in Wehr (Baden) und einer Niederlassung in North California (USA). 2014 erwirtschaftete das Unternehmen mit ca. 100 Mitarbeitern einen Umsatz von knapp 50 MioEuro.

Der Verkauf der Gesellschafteranteile von Novamelt an Henkel erfolgt, um die Unternehmensnachfolge zu sichern, da die Firmengründer Pieter Mol und Harald Braun keine familiären Nachfolger stellen können. Der Standort Wehr solle zukünftig eine wichtige Rolle als Kompetenzzentrum für Haftschmelzklebstoffe einnehmen, heißt es in einer Pressemitteilung. Der bisherige Geschäftsführer Harald Braun werde den Übergabeprozess noch für einen längeren Zeitraum begleiten.

Henkel will mit der Akquisition seine Marktposition im Bereich Klebstoffe erweitern. „Gezielte Investitionen in führende Technologien, die unser Portfolio ergänzen, sind Teil unserer globalen Strategie“, so Csaba Szendrei,  verantwortlich für das Geschäftsfeld Verpackungs- und Konsumgüterklebstoffe bei Henkel Adhesive Technologies. Er bezieht sich damit auf die UV-härtenden Haftschmelzklebstoffe, die Novamelt entwickelt hat.

Der Henkel-Konzern beschäftigt weltweit fast 50 000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2014 einen Umsatz von 16,4 Mrd. Euro, in den Bereichen Laundry & Home Care, Beauty Care und Adhesive Technologies.

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